„That Santa Fe Channel“, das neue, zweite Album der in Nashville ansässigen Cordovas ist musikalisch „all over the place“ geraten.…
„That Santa Fe Channel“, das neue, zweite Album der in Nashville ansässigen Cordovas ist musikalisch „all over the place“ geraten. Es gibt vom lockeren Westcoast-Sounds über strukturierte Eastcoast-Professionalität, texanische Heartland-Roots und verspielten Southern-Rock so ziemlich alles, was in der Americana-Musik auf dem Roots-Rock Sektor gut und teuer ist. Kenneth Pattengale von den Milk Carton Kids…
Besonders geradlinig und feinsinnig kommt Kathryn Joseph auch auf ihrem zweiten Werk nicht gerade daher – und das, obwohl ihre von lautmalerischen Improvisationen durchzogene, impressionistischen Klanglandschaften keineswegs unangenehm oder unzugänglich wirkten. Es ist einfach die brutale, offenherzige Sprache, mit der sie geradezu provokant ihre Songs zusammenhält, die aufhorchen lässt.Auch auf dem zweiten Album legt die…
Da kann man mal sehen (bzw. hören), was man mit ein wenig Phantasie aus prinzipiell ausgelutschten Genres wie etwa dem New Wave-Pop alles noch rausholen kann. Vielleicht liegt es einfach daran, dass der Londoner Ed Riman (der unter dem Moniker Hilang Child agiert) in seiner Bio gleichermaßen als Songwriter und „Soundscape-ist“ abgeheftet wird, dass seine…
Eine dann doch bemerkenswerte Entwicklung legte das Londoner Trio Treetop Flyers im Verlaufe ihrer bislang drei Tonträger-Veröffentlichungen hin. Denn schien es zunächst so, als legten es die drei Herren darauf an, einfach die besseren Americana-Amerikaner sein zu wollen, so haben sie mittlerweile zu einem doch recht eigenen Stil gefunden, der zwar immer noch von den…
Tatsächlich erschufen Soph Nathan, Josh Tyler und Lauren Wilson mit ihrem Debütalbum „Stranger Today“ eine Scheibe, auf die viele gewartet haben mögen, ohne das zu ahnen. Denn das inzwischen von London aus agierende Trio aus Brighton bringt mit dem hier dargebotenen, von Bill Ryder Jones (dem inzwischen inoffiziellen vierten Mitglied der Band) produzierten Mix aus…
Mit zwei durchaus selbstironischen Tracks bringen Altmeister Robbie Fulks und des Killers kleine Schwester Linda Gail Lewis auf den Punkt: „Excuse me when I’m late for heaven – cause I just lived a country song“ heißt es da etwa auf der einen Seite und „Memphis never falls from style“ auf der anderen (auch wenn es…
Der Unterschied zwischen dem 2014er Debüt „Season Sun“ des erweiterten Duos Gulp um Super Furry Animals-Bassist Guto Pryce und seiner Partnerin Lindsey Leven und dem neuen Album „All Good Wishes“ ist vor allen Dingen die Zielrichtung: Ging es auf dem Debüt noch ums Herumreisen, so geht es – in klassischer britischer Manier – auf „All…
Na, da kriecht aber jemand aus seinem Schneckenhaus! Denn während Kollege Carsten Wohlfeld bei seinem Live-Review von 2016 ja noch ganz richtig bemerkte, dass an Michael Nau aus Maryland ja damals gewiss kein großer Entertainer verloren gegangen sei und seine letzte LP ja auch eher altbackene Americana-Tugenden bediente, dreht er auf dem neuen, dritten Album…
Julia Jacklin gönnt sich eine Pause auf ihrem Weg zum Indie-Folk-Olymp. Nach ihrem umwerfenden Solo-Erstling „Don’t Let The Kids Win“ gelingt der australischen Ausnahmekünstlerin nun beim mit ihrer Freundin Elizabeth Hughes und zwei Herren als Rhythmusgruppe gestarteten Spaß-Bandprojekt erneut ein ganz großer Wurf. Textlich widmen sich auch Phantastic Ferniture ausgiebig universellen Coming-of-Age-Themen, musikalisch dagegen begeistern…