Wer auf die Continental Drifters steht, der könnte auch mal ein Ohr an Maria Butterly verleihen. Die Frau deren Namen dermaßen nach „Butterfly“ erinnert, dass sie auf der Scheibe selber Witze darüber macht, macht nämlich genau diese Art von altmodischem, vielseitigen und auch ein bisschen schwerfälligen Folk-Rock, der auch dieser Combo so anhaftet. Und der am besten im Live-Ambiente funktioniert. Allerdings muss man bei der guten Maria schon ein paar Abstriche in Richtung Songwriting machen: Was hier geboten wird, ist nicht mehr als ertragbarer Durchschnitt. Das wird dann durch die unbändige Energie z.T. wieder wettgemacht, jedoch sei hier doch einmal solideres Songmaterial angemahnt. Besonders hervorgehoben wird in den Liner-Notes noch der Mandolinen Virtuose David Williams. Aber um ehrlich zu sein: So etwas kann man besser machen. So wie Williams sein Instrument hier handhabt, hätte er eigentlich auch gleich eine Gitarre nehmen können. Maria Butterly ist etwas für konservative Freunde der Roots-Rock-Amerikana Variante (was jetzt kein Schimpfwort sein soll, sondern lediglich zu umschreiben sucht, dass es hier keine Experimente gibt.)
„Live“ von Maria Butterly erscheint auf Eigenvertrieb.




