Die Libertines waren schon ziemlich stark, kannste nichts gegen sagen. Aber die Babyshambles fand ich danach immer ziemlich belanglos und…
Die Libertines waren schon ziemlich stark, kannste nichts gegen sagen. Aber die Babyshambles fand ich danach immer ziemlich belanglos und habe den Hype um ihre Platten nie verstanden. Und nicht, weil der Doherty so doof ist oder die Geschichten über ihn. Sondern weil ich die Lieder doof fand. Und immer noch finde. Jetzt aber gibt…
Tatsächlich können Sebadoh also immer noch ordentlich hinlangen! Nach einer längeren Auszeit schlagen Lou Barlow & Co. mit „Defend Yourself“ wieder ordentlich zu. Dem Vernehmen nach verarbeitet Barlow hier die Trennung von seiner Frau musikalisch. Das macht Sinn und erklärt die z.T. brutalen (und sehr männlichen) Wutausbrüche, die sich allerdings keineswegs in zerstörerischem Krach Bahn…
Es ist gar nicht mal so, dass Neko Case auf ihrem neuen Album grundsätzlich mehr Worte braucht, um ihre Botschaft an den Hörer zu bringen – es ist ihr aber wichtig, dass da eine Botschaft ist. Die Songwriterin, die sich zuvor gerne mit der Natur oder der Folklore beschäftigte, wird auf dem neuen Werk ziemlich…
Es ist schon bemerkenswert, in welcher Form sich Julia A. Noack auf ihren drei Tonträgern in die vorderste Riege der international tragfähigen Indie-Songwriterinnen aus unseren Breiten hin entwickelt hätte. Gemessen an ihren ersten musikalischen Gehversuchen hätte sie es sich einfach machen und sich als typische, pflegeleichte Folklady verdingen können. Doch nichts da: Immer wieder schlichen…
In letzter Zeit outet sich Mark Lanegan geradezu als Arbeitstier und legt alle paar Monate einen neuen Tonträger vor. Dieses Mal ist es eine Sammlung von Cover-Versionen geworden, die der große Dunkelmunkler durch seinen ganz spezifischen Reisswolf dreht. Lanegan betrachtet die (zuweilen absurd anmutende) Songauswahl als Hommage an die Scheiben, die er in seiner Jugend…
Angenehme Überraschung: Die Band war nur vage dem Namen nach bekannt, und das nach fünf Alben in fünfzehnjährigem Bestehen. Das hätte also auch weniger Gutes bedeuten können… Statt der befürchteten Kannnix-Nummer entpuppt sich „Automatic Day“ jedoch als auch auf 73 Minuten Lauflänge stets brillant unterhaltende Mixtur, die auf einer vorzüglich mundenden Retroprog-Basis passende weitere Elemente…
Andrew Collberg kommt aus dem aktuellen Tucson-Dunstkreis der neuen Generation, der – im Schlepptau der Veteranen wie Howe Gelb, Calexico oder Marianne Dissard – zuletzt schon Brien Lopez oder Sergio Mendoza entsprungen sind. ABER: In Collbergs Welt gibt es keinen x-ten Aufguss des mittlerweile gewohnten Text-Mex-Wüstenrock-Genres – sondern lupernreinen, Bealtesquen Pop mit Glam-Faktor. Collberg versteht…
Mit ihrem Debütalbum ging Melissmell ein wenig in der Welle der Nouvelle Chanson-Debütantinnen unter – vielleicht deswegen, weil sie sich von Anfang an entschloss, sich irgendwelchen Internationalisierungsbemühungen zu entziehen, sondern sich sich ganz auf die klassischen französischen Tugenden ihrer Idole wie z.B. Jacques Brel auf der einen Seite und Mano Solo auf der anderen konzentrierte.…
Es ist jetzt nicht so, dass „Hail To The King“ ein kompletter Reinfall ist. Dafür ist dieses Album einfach zu gut. Aber eine kleine Enttäuschung ist es dann doch. Denn nach und gerade im Vergleich zum phasenweise großartigen Vorgänger „Nightmare“ kommen diese zehn Songs dann doch ein wenig zu unspektakulär daher. Weil man eben weiß,…