Es war nicht immer alles gut, was diese Band in ihrer nun auch schon über 35 Jahre andauernden Karriere veröffentlicht hat. Aber diese Platte, die erste auf Anti Records, die erste für Tim Armstrong von Rancid, ist genau das und noch mehr. Diese Platte ist ganz wundervoll. Wegen der Hymnen und so.
„Detonate“ ist die erste Platte seit acht Jahren und voll gepackt mit potentiellen Lieblingsliedern, die man von den New Yorker Iro-Legenden haben könnte. Haben kann. Haben wird.
Denn wie sie ihren dreckigen Straßen-Punk hier mit ultra-eingängigen Chören und Melodien verfeinern, wie sie besonders aus „Empire Falls“ und „Few The True“ zwei potentielle Klassiker und aus dem Rest ausnahmslos großartige Brecher machen, ist regelrecht wahnwitzig gut. Da bekommt man fast ein schlechtes Gewissen, dass man trotz der wütenden Inhalte aus dem Grinsen kaum noch herauskommt.
Ein bekanntes Punk-Problem, das auch Bands von den Dropkick Murphys bis Feine Fischfilet kennen. Und auch The Casualties. Weil das alles hier so mitreißend ist, aufregend, vielfältig. Die Band schaut immer wieder weiter, zockt Oi! bis Hardcore, singt Spanisch und Portugiesisch, klingt britisch und nach Kalifornien. Klingt unglaublich gut.
„Detonate“ von The Casualties erscheint auf Anti Records/Indigo.




