Es dauert ungefähr eine halbe Minute. Dann weiß man, dass das hier gut wird. Richtig, richtig gut. Weil man es sofort fühlt, weil man Elder fühlt. Direkt ist der Groove In The Heart, direkt spürt man diese ganz besondere, diese erhabene, aber dabei so sehr, sehr lässige Atmosphäre. Später setzt der Gesang ein, „Sigil To Ruin“ wird noch besser. So was wie Stoner Rock trifft auf Prog? Vielleicht ja, vielleicht nein.
Elder kommen aus den Staaten, leben in großen Teilen in Berlin, releasen auf Stickman Records – und gehören genau da auch hin. Weil ihr Sound perfekt auf das Label passt, das auch Platten von The Soundtrack Of Our Lives, Isolation Years und natürlich von Motorpsycho releast. Ohne wie die zu klingen. Aber mit einem ähnlichen Ansatz, ähnlichen Vorlieben. Vermutlich.
Es wäre zu wenig, Elder nur in die Prog Ecke zu stellen. Auch wenn sie in diese gehören. Aber nicht, dass sie immer wieder diese trockenen, roughen Stoner-Momente einbauen. Ebenso gibt es Einflüsse aus den 70ers, aus dem Psychedelic Rock, aus dem Metal. Und alles zusammen ergibt eine beeindruckende Masse an Musik.
Verteilt auf nur sechs Songs, aber wenn der kürzeste fast sechs Minuten dauert und die anderen zwischen 8:48 und 10:48 Minuten, dann hat man trotzdem eine ganze Menge zu hören. Und das sollte man tun. Weil man diese Platte eben nicht nur hört. Man spürt sie auch. Sehr.
„Through Zero“ von Elder erscheint auf Stickman Records/Indigo.




