Share This Article
Es ist wirklich außergewöhnlich. Bereits nach wenigen Sekunden des neuen Songs „Dallas“ weiß man: Ja, das ist Katharina Kollmann alias Nichtseattle. So eigen, so unverwechselbar, so GUT, klingt Indie-Deutschland wirklich nur die Berliner Singer/Songwriterin! „Dallas“ ist die erste Single aus dem neuen Nichtseattle-Album „Große Liebe“, das am 25.09.2026 via Staatsakt erscheint. Wir freuen uns sehr auf den Nachfolger zum 2024er-Meisterwerk „Haus“.
Kaum jemand schafft es, das Politische und Private so berührend in den eigenen Liedern zu verweben wie Kollmann. Sie ist Liedermacherin, Chorleiterin und Gründerin eines kollektiven Wohnprojekts. Ihre Musik ist ebenso Folk- wie Indierock. Sie verarbeitet das Werk ostdeutscher Liedermacher wie Gerhard Schöne genauso selbstverständlich wie den US-amerikanischen Sound der Pixies.
In den zehn Songs auf „Große Liebe“, die zwischen Dallas, Texas und Jatznick, Mecklenburg Vorpommern, spielen, begibt sie sich auf die Suche nach dem wohl meistbesungenen und -beschriebenen Topic ever. Von Disney bis zu den Beatles, von der Theaterbühne über den Roman bis zur endlosen Rom-Com: Das Ideal der großen Liebe beschäftigt uns alle! Ob wir wollen oder nicht! Und das in einer Zeit, in der die Geburtenrate immer weiter sinkt und junge Menschen zwar so viel Pornografie konsumieren wie nie zuvor, aber statistisch immer später selbst Sex haben.
Die heute erscheinende erste Single „Dallas“ erinnert uns an die legendäre TV-Serie mit ihrem Romeo-und-Julia-Sujet im texanischen Ölgeschäft – das Leben der Reichen und Schönen auf der Southfork-Ranch. Die dort sesshafte Familie Ewing verfügte über eigene Ölquellen und musste sich über aufmüpfige OPEC-Staaten im Nahen Osten keine Sorgen machen. Ganz im Gegenteil: Sie profitierte davon! Aber der eigentliche Treibstoff der Serie waren Affären und Intrigen. Der Patriarch J.R. Ewing, gespielt von Larry Hagman, hat das Fernsehpublikum schon in den 80er- und 90er-Jahren auf den Vibe des MAGA-Imperiums vorbereitet. Naja, streng genommen waren die Herren der Reaganomics ja auch schon ziemlich MAGA.
Der Song handelt auch von Selfcare, von verschiedenen Therapieansätzen, um den stark belasteten Körper immer wieder in Balance und Schwung zu versetzen. Das dokumentarische Video, in dem Katharina Kollmann selbst Regie geführt hat, zeigt die Künstlerin beim Pilates, Qigong oder bei der abendlichen Entspannung in der Sauna – um die ganze irrsinnige Welt der MAGAs und all der anderen größenwahnsinnigen alten Männer an den Schalthebeln der spätkapitalistischen Systeme irgendwie aushalten zu können.
Im Anschluss an die Veröffentlichung schickt Puschen Nichtseattle auch ausgiebig auf Tour:
07.08.26 Joachimsthal, Reclaim Festival
05.09.26 Pünderich, Oben Air
06.09.26 Dresden, The Sound of Bronkow
03.11.26 Kiel, Hansa48
04.11.26 Hamburg, Knust
05.11.26 Osnabrück, Kleine Freiheit
06.11.26 Langenberg, KGB
07.11.26 Leipzig, UT Connewitz
08.11.26 Berlin, Großer Sendesaal des rbb
09.11.26 München, Feierwerk (Kranhalle)
10.11.26 AT-Vienna, Club Lucia
12.11.26 Regensburg, Alte Mälzerei
13.11.26 Frankfurt, Brotfabrik
14.11.26 Köln, Artheater




