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Vor ziemlich genau zehn Jahren gehörten wir hier bei Gaesteliste.de zu den Ersten, die sich von der bedrückenden Magie von Emma Ruth Rundles Album „Marked For Death“ mitreißen ließen, und deshalb freuen wir uns ganz besonders auf das neue Album der Amerikanerin, das am 18. September 2026 via Errant Child/Cargo erscheint.
„These Killing Times“ ist elektrisierend, emotional und geprägt von anti‑patriarchalem, feministischem Zorn. Das kommende Studio-Album der Multiinstrumentalistin, Songwriterin und interdisziplinären Künstlerin ist eine reaktive Anthologie – aufgeladen, voller Leben und voller Widerstand.
„These Killing Times“, Rundles sechstes Studio-Album, erscheint am 18. September über ihr eigenes Label Errant Child/Cargo Records und wird von der ersten Single „Powerless“ eingeleitet. Obwohl das Album von einem Geist des Widerstands geprägt ist, bewahrt es zugleich jene Zartheit, Rohheit und Verletzlichkeit, die bereits ihr international gefeiertes Werk „Engine Of Hell“ (2021) für viele Hörer*innen so eindringlich machten.
Mit „These Killing Times“ kehrt Rundle zu einem vollständigen Band‑Setup zurück, was zu einem volleren, klanglich kraftvolleren Sound führt – als Ergänzung zu ihrem inzwischen direkteren Gesangsstil. Auf dem Album sind unter anderem Schlagzeugerin Jess Gowrie (Chelsea Wolfe, Mrs. Piss), der langjährige Freund und Kollaborateur Troy Zeigler, Patrick Shiroishi, Nick Reinhart (Tera Melos), Gina Gleason (Baroness), Marissa Nadler, Lukas Frank (Storefront Church) und Amelia Baker (Cinder Well) vertreten. Die Instrumentierung wirkt heller und dringlicher als je zuvor und verleiht Rundles Musik eine faszinierende, frische Anziehungskraft.
Über die Single „Powerless“ erklärt sie: „Dieser Song trug ursprünglich den Titel ‚Noam Chomsky Is Dead To Me‘ – als seine Verbindung zu Epstein und zur Milliardärs-Klasse ans Licht kam. Nur eine weitere massiv enttäuschende Schlagzeile in einer Zeit, in der wir unaufhörlich mit einer Flut an Nachrichten konfrontiert werden, die entmutigend und entmenschlichend sind.“
Sie fährt fort: „Dieser Song – wie die meisten Songs auf „These Killing Times“ – ist eine Reaktion auf die Schrecken, die wir täglich immer deutlicher vor Augen geführt bekommen: die klare und schmerzhafte Realität zahlreicher Ungerechtigkeiten, denen die arbeitende Bevölkerung weltweit ausgesetzt ist – von Klimakatastrophen über Völkermord bis hin zu einem Ausmaß an Justizversagen, wie wir es in unserem Leben noch nicht erlebt haben; der Verfall von Imperien, das Ende demokratischer Strukturen, die Aushöhlung von Frauenrechten, LGBTQIA+‑Rechten und den Rechten Schwarzer Menschen, die versuchte Entmenschlichung von Migrant*innen und People of Color, Internierungslager in den USA – die Liste ist so lang, dass ich sie hier kaum vollständig erfassen kann.“
Dabei arbeitet sie mit dem Hammer als Metapher: „Mit ‚Powerless‘ beschwöre ich den Hammer – sowohl als Werkzeug der Zerstörung als auch des Aufbaus von etwas Besserem. Ich möchte, dass die Menschen wissen, dass sie nicht allein sind – sie sind nicht verrückt. Ich wollte benennen, was mir so viel mentalen, emotionalen und spirituellen Schmerz bereitet. Manchmal kann Singen – besonders das Wiederholen von Phrasen – Stärke geben, und ich glaube, genau darum geht es in der Bridge von ‚Powerless‘. Ich weigere mich, dass meine Handlungsfähigkeit und Entschlossenheit durch die Mächtigen korrumpiert oder verwässert werden – und ich möchte, dass auch andere sich ermächtigt fühlen.“




