Sehr viel Pop, sehr viel Kitsch, noch mehr klebriges Zeug. Das ist doch kein Punk mehr, das ist nicht mal etwas Indie. Das muss also doof sein. Das möchte man doof finden. Aber wenn man ehrlich ist: geht das nicht. Weil Waterparks hier einige Songs spielen, die viel zu gut sind. Party on, Wayne.
Waterparks sind Awsten Knight (Gesang, Gitarre), Otto Wood (Schlagzeug) und Geoff Wigington (Gitarre), vor einigen Jahren waren sie schon mal in den britischen Top Ten – jetzt machen sie zwar ebenso mainstreamig weiter, aber das machen sie mit ganz viel Witz, noch mehr Überzeugung und vielen guten Ideen.
Vieles mischt hier neuen Emo mit Poppunk und Hip Hop, Blink meets Eminem, weil sie es darunter nicht machen. Bitte denken Sie groß. Aber genau das macht manchmal wirklich großen Spaß. Eingängig, ansteckend, es braucht nicht immer Kanten, Dreck und sperrige Sounds. Einfach mal machen und machen lassen, auf sich wirken und sich mitnehmen lassen, eben mal eine gute Zeit haben. Das klappt hier öfter ganz schön gut. Sicher nicht für immer, nicht mal für lange. Aber für genau jetzt.
„Jinx“ von Waterparks erscheint auf Rise Records/Universal.




