Es ist ein besonderes Jahr für The Afghan Whigs. Sie feiern ihren 40. Geburtstag, wenn man die ein oder andere Trennung mal missachtet. Doch für Fans war die Band um Greg Dulli ja eh nie weg, ihre Platten blieben, ihre Lieder, ihre Einzigartigkeit. Und die bleibt bis heute. Nur The Afghan Whigs können eine Platte wie „Soft Control“ machen. Herzlichen Glückwunsch. Zweimal.
Auf ihre zehnte Platte und die erste seit 2022 haben sie neun neue Songs gepackt. Und tatsächlich jeder einzelne ist einer für einen schönen Abend. Für schöne Momente, den richtigen Augenblick. Songs, die so viel Soul haben, Intensität und dieses viel zu viel genutzte Wort Tiefe. Hier passt es total.
Es ist nicht nur die Stimme von Greg Dulli, die so berührt. Es ist wieder einmal das Ganze, die Kunst, die Vielfalt. Die Tiefe. Smarter und schöner, eindringlicher und berührender kann man Alternative Rock einfach nicht spielen. Auch heute nicht.
Heute machen The Afghan Whigs, was sie möchten. Zum Beispiel eine Ballade wie “Mariah Luster”, die gleichzeitig sanft und opulent ist, verspielt und verzaubernd. Sie lieben auch weiter den Kitsch und lassen “The Deepest Part Of The Darkest Shadow” trotzdem klasse klingen. Sie spielen mit Groove und Kraft, mit Streichern, Pop und Bläsern, mit ihrer eigenen Geschichte, aber immer mit dem Blick nach vorne. Ohne zu wissen, wie weit es noch geht.
“Soft Control” von The Afghan Whigs erscheint auf BMG/Universal.




