Diese Platte kann man riechen. Auflegen, Augen schließen, einatmen. Und dann riecht man das Bier und den Rotwein, die Zigaretten und den Filz von alten Sofas. Man riecht den kleinen Club im Keller, man sieht das bunte Licht und die bunten Menschen. Die grinsenden, träumenden Menschen, die zu „Blackbird Mantra” nicken und tanzen und eben auch träumen. Und da hinten küssen sich sogar zwei.
Blackbird Mantra kommen aus Hamburg, releasen – und das passt, das muss so sein – auf La Pochette Surprise Records und haben ihre erste Platte seit sechs Jahren und ihre erst zweite überhaupt mit Labelboss (und Swutscher-Gitarrist und wearemarvin-Mitglied) Velvet Bein aufgenommen.
Neun Songs, die so herrlich übertrieben nach früher klingen, die unglaublich authentisch vintage klingen: Psychedelic, Garage und Psych, alter Pop, sanfter Rock N Roll. Songs, die einen umschwirren und umarmen, die einen auf eine irgendwie strange Art glücklich machen. Unabhängig davon, ob man tanzt oder trinkt, lauscht, lacht, liest (von Burroughs bis Bukowski, natürlich Kerouac) oder küsst. Alles geht, alles gefällt.
“2 AM” von Blackbird Mantra erscheint auf La Pochette Surprise Records/SPV.




