Anfangs musste man mit einer einmaligen Sache rechnen. Damals. Als sich Dennis Lyxzén, Brian Baker, Michael Hampton und Johnny Temple 2018 zusammentaten und 2020 die erste Platte der Fake Names releasten. Waren und sind die Musiker doch bei Bands wie Refused, Girls Against Boys, Bad Religion, INVSN und einigen mehr am Start. Allstars mit allerhand zu tun. Aber: nein. Keine einmalige Sache. Nicht mal eine zweimalige. „Punk Ruins“ ist die dritte Platte. Jetzt mit Schlagzeuger Mario Rubalcaba. Auch so einer, der von OFF! und Rocket From The Crypt.
Auch „Punk Ruins“ ist klasse. Punkt. Und natürlich Punk. DC Punk. Reifer, weiser Punk und Power Pop, Indie meets Hardcore und das alles immer mit Melodie und wundervoller Eingängigkeit, ohne dabei wirklich glatt zu klingen. Ein großes Vergnügen. Denn sie wissen, was sie tun.
Manchmal mit ein bisschen Tempo und Offensichtlichkeit, wenn der Titelsong zum Beispiel wie eine Bad Religion-Nummer beginnt. Und dann doch nicht wie Bad Religion klingt. „What I Tell Myself“ etwas später hat dann dagegen Heartland-Momente, obwohl hier niemand bei The Gaslight Anthem spielt, „If You Could See Me Today“ kratzt an der Ballade, „Scream“ ist großer Pop, vieles ist Rockmusik. Es ist einfach Rockmusik.
Das aber passt und das ist toll, weil Lyxzén hier singt. So stark, so besonders, der Mann ist einfach eine Maschine am Mikro. Und seine Band, die Band, die Fake Names zocken dazu so unglaublich souverän und schön. Manchmal singen sie auch im Hintergrund. Alle zusammen haben eine wieder einmal wundervolle dritte Platte gemacht, die andere natürlich gemacht und gemocht hätten. Mehr Punk, mehr Rotz, mehr Blablabla. Aber so, wie sie jetzt ist, ist sie echt. Ist sie Fake Names. Zum dritten Mal einmalig und bald sogar live in deiner Nähe. Und das ja vielleicht wirklich einmalig…
„Punk Ruins“ von Fake Names erscheint auf Epitaph.




