Achtung. Popmusik! Aber so richtig. Synthetisch, melodisch bis cheesy, tanzbar, eingängig, sanft bis schneller. Und dabei so richtig super. Verdammt, ja, Arxx zocken hier allerfeinste und immer authentische, kluge Popmusik. Mit Indie-Charme, mit Coolness, mit Können.
Schon ihr letztjähriges Debüt „Ride Or Die“ hatte ähnliche Momente, war aber deutlich mehr Gitarre als es der „Good Boy“ ist. Die gibt es hier nur noch vereinzelt, „Forgive And Forgeht“ geht als Ausnahme durch – verfügt dabei aber über einen ähnlich ansteckenden Refrain mit Schunkel-Potential wie die meisten anderen Tracks. Wohlgemerkt Club-Schunkeln, nicht Stadion-Schunkeln mit Wunderkerze. Denn Arxx sind eben keine Go-Happy-Pop-Band, immer wieder schimmert Freundin Melancholie oder Kumpel Einsamkeit durch, man hört und spürt so was wie Sehnsucht, wie Träume, wie Wünsche. Nur nie zu viel davon, niemals – und das gilt auch für die ruhigeren Momente – ziehen die beiden, die hier erneut mit Steven Ansell von den Blood Red Shoes zusammen gearbeitet haben, beide Bands kommen aus Brighton, die Hörerschaft runter. Im Gegenteil, die Mundwinkel sind meistens oben, die Augen auf, der Körper in Bewegung. Und das Herz genau so.
„Good Boy“ von Arxx erscheint auf Submarine Cat/Rough Trade.




