Eigentlich sollte niemand Zeit damit verschwenden, über diese Platte zu lesen, man sollte schleunigst in den nächsten gut sortierten Plattenladen…
Eigentlich sollte niemand Zeit damit verschwenden, über diese Platte zu lesen, man sollte schleunigst in den nächsten gut sortierten Plattenladen rennen und sie hören. Denn was sich beim ersten groben Hinhören als x-beliebige Americana-Platte ausmachen lässt, ist in Wirklichkeit ein ganz besonderes Kleinod des Genres. Nicht nur, dass Dolly Varden mit Stephen Dawson und seiner…
In Zeiten, in denen es immer normaler zu werden scheint, dass CDs bis zu EUR 18,99 kosten, fällt es immer schwerer, Platten wie das zweite Album des kalifornischen Trios Stewboss irgendwem wirklich ans Herz zu legen. Nicht, weil „Sweet Lullabye“ ein schlechtes Album wäre – im Gegenteil. Im Spannungsfeld von Counting Crows (Musik), Bruce Springsteen…
„Elektronische Musik für Postrocker“ könnte der Untertitel dieses Albums heißen, denn völlig ohne Samples, dafür aber mit Bass, Schlagzeug, Keyboards und vereinzelten Stimmfetzen und Trompetenklängen fabriziert die Band aus Toronto einen Sound, den man bisher vor allem Freaks mit Apple-Laptops zugeordnet hätte. „Live Improvised Breakbeat House“ heißt die selbstgewählte Schublade für The New Deal, die…
Eigentlich sollten das 1998er Album „Return Of The Living Dead“ und die anschließende Deutschland-Tournee der Start in glücklichere Zeiten für die Sand Rubies sein. Denn obwohl die Band aus Tucson, Arizona, zu Hause bereits seit den 80ern Kultstatus besaß, war ihre Karriere doch vor allem von Pleiten, Pech und Pannen gekennzeichnet. Erst mussten sie ihren…
„Ambient-Pop“ ist das, was uns als Stil für das zweite Album des Madrider Duos Mus angeboten wird. Und selbst diejenigen, die das Schubladen-Denken in der Regel verpönen, müssen zugeben: Das trifft es ungemein gut. Die Vocals – bei denen kaum auffällt, dass sie auf Spanisch sind – werden von Sängerin Monica Vacas nur so dahingehaucht,…
Es hat wohl mehr mit Psychologie als mit Marketingtricks zu tun – die meisten Menschen hören einfach solche Platten lieber, die bei Freunden und Bekannten einen „Aha!“-Effekt auslösen und nicht nur Fragezeichen in den Gesichtern des Gegenübers hinterlassen. Schade eigentlich, denn so fällt vielleicht dieses Album von Mob selbst bei den Leuten durch, die ansonsten…
Schon letztes Jahr ließen Last Harbour aufhorchen, denn auf ihrem großartigen Minialbum „An Empty Box Is My Heart“ fanden sich Songs wie „Past“, der beste Song, den die Tindersticks nie geschrieben haben, oder „Five Mile Lake“, das klang, als würden Calexico mit Johnny Cash gemeinsame Sache machen. Nun erscheint – ebenfalls auf dem kleinen französischen…
Jonatha Brooke (die früher mit Jennifer Kimball als The Story firmierte) gehört zu den Musikerinnen, die etwas zu sagen haben und trotzdem nichts dagegen hätten, im Radio gespielt zu werden. Also mehr Jewel als Ani DiFranco, mehr Jill Sobule als Kathleen Hanna. Das unterstreichen auch die beiden (männlichen) Gaststars der Platte. Neil Finn von Crowded…
Schon im Mai flatterte uns eine CD namens „At Sixes And Sevens“ ins Haus. Der Künstler dahinter war auf dem Tonträger als Sparkalepsy vermerkt und zu hören gab es Indie-Rock klassischer Prägung. In bester Dinosaur-Jr.-Manier werden auf dem Album älteste Rock N Roll-Klischees wie überdrehte Gitarrensoli und stumpf-geniale Rock-Riffs durch den Indie-Rock-Wolf gedreht, so dass…
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