Der bislang eher als Misanthrop verschriene Barde wagt sich auf seiner dritten CD – zumindest teilweise – aus seinem Schneckenhaus…
Der bislang eher als Misanthrop verschriene Barde wagt sich auf seiner dritten CD – zumindest teilweise – aus seinem Schneckenhaus heraus. Eine richtige Party-Scheibe ist das natürlich immer noch nicht geworden, aber – beflügelt durch ziemlich originelle Arrangements, angenehme Melodiebögen und interessante Songstrukturen – klingt „Spaces“ doch beinahe gelassen und auf melancholische Weise unbeschwert. Wenn…
In seinem Lebenslauf heißt es von Bart Davenport, er sei irgendetwas zwischen einem Pop-liebenden Soul Brother und einem eher ruhigen und zeitlosem Folk-Sänger. Packt man noch ein wenig Country und Westcoast dazu, dann stimmt das schon alles irgendwie. Auch seine Vorbilder und Einflüsse sind ganz eindeutig aus seiner Musik herauszuhören – und die stammen allesamt…
Zunächst mal muss man sich von der Assoziation lösen, die der Name Feist in verschiedenen Sprachen auslöst. Feist ist in dem Fall der Nachname der kanadischen Sängerin Leslie Feist und hat nicht mit Übergewicht zu zun. „Das ist vielleicht ein kanadisches Ding“, meint Leslie – mit einem entsprechenden, ungewöhnlich breiten Akzent, „ich nenne alle Leute,…
Ungewöhnliche Töne vernimmt man vom neuen, dritten Radio 4-Album „Stealing Of A Nation“. Es geht hier um den Zustand des aktuellen Amerika – von der „gestohlenen“ Wahl Bushs über die apathische Lethargie der Durchschnitts-Amerikaner bis zur Terrorismus Hysterie wird alles verarbeitet, was der Moment hergibt. Ungewöhnlich ist das jedenfalls insofern, als dass das musikalisch dann…
Platte der Woche KW 37/2004 Alex Kapranos von Franz Ferdinand bezeichnet die Sons And Daughters aus Glasgow als seine neue Lieblingsband. Das macht Sinn, denn S&D arbeiten auf dem gleichen Energie-Level wie unser aller Lieblings-Hype (und außerdem kommen sie aus derselben Stadt und sind auf demselben Label). Allerdings hören die Gemeinsamkeiten hier auf. S&D haben…
Das Geschwisterpaar Friedberger aus New York setzt auf dieser – erstaunlich schnell erscheinenden – zweiten CD „Blueberry Boat“ die Basisarbeit als die White Stripes für hyperaktive Neurotiker fort. Wieder piepsen und zirpen die Synthesizer, klimpern die Pianos, schrammeln und quieken die Gitarren und dazu singen sich – immer hektisch, immer energisch – die Friedbergers unruhig…
Nachdem Benjamin Biolay (und die, die er unter seine Fittiche nahm) den französischen Chanson im Alleingang zur Wiedergeburt führte, interessiert es natürlich auch, wie darauf Kollegen reagieren, die schon länger dabei sind – wie z.B. Christophe Miossec. In dem Fall heißt das: Gar nicht. Miossec geht hier konsequent seinen eigenen Weg, der da heißt: Sympathisch…
Die Re-Issues des kompletten Go-Betweens Back-Kataloges bietet eine einmalige Gelegenheit, sich einen Überblick über das Werk jener Combo zu verschaffen, die laut diverser Einträge im Gaesteliste.de-Forum die „beste band der Welt ist“. In diesem zweiten Teil der Aktion wird eines deutlich: Mitte bis Ende der 80er Jahre wandelten sich die Go-Betweens bereits von der ursprünglichen…
Nun mal ehrlich: Wer denkt bei Tony Joe White nicht zunächst und vor allen Dingen an „Steamy Windows“? Es ist ja immer ein Problem, wenn sich Künstler über einen spezifischen Song definieren – Tony machte es den Kritikern dabei indes immer leicht: Nie, so schien es, wich er von dem Erfolgsrezept seines Trademark Songs ab…
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