Ready, Aim, Fire! Wenn Big John Bates aus Vancouver, Kanada, in Köln auftaucht, findet sich ja quasi immer geschlossen die…
Ready, Aim, Fire! Wenn Big John Bates aus Vancouver, Kanada, in Köln auftaucht, findet sich ja quasi immer geschlossen die ganze Punkabilly-Szene ein, um dem Meister (oder zumindest seinen Voodoo Dollz) zu huldigen. Das muss dann damit erkauft werden, dass eine lokale Band aus der Szene das Vorprogramm macht. In dem Fall waren dies Bad…
Bei vielen Dingen, die heutzutage auf den Markt kommen, hat man ja stets das Gefühl, dass diese zwar lieb und nett gemeint sind, aber außer dem Anspruch doch so gar nichts mit den Großtaten der Musikhistorie zu tun haben. Und dann kommt auf einmal eine solche Scheibe daher: Gordon Grahame und Ben Townsend sind zwei…
Anlässlich seiner letzten CD, „Cobblestone Runway“, erzählte uns der schüchterne Kanadier, dass er sich nicht vor großen, opulenten Arrangements scheue und im Prinzip vorgehabt habe, eine richtig schöne plüschige Pop-Scheibe zu machen. Ehrlich gesagt, ist ihm das nun erst mit „Retriever“ so richtig gelungen. Wer auf reichhaltige Arrangements steht, wie sie z.B. Mercury Rev favorisieren,…
Als 2002 „Lost In Revelry“, das vierte Album der seltsamen Alternative-Kommune aus Brooklyn erschien, schienen diese musikalisch ihren Zenith erreicht zu haben: Eine solch überzeugende Sammlung stilistisch vollkommen unterschiedlicher, aber soundmäßig sehr stringenter Schrammel-Hits konnte man ja wohl nicht toppen, oder? Und dennoch ist ihnen das mit diesem Werk gelungen. Alles das, was „Lost In…
Das ist doch mal eine Aussage: Dieses Projekt ist das Kind zweier desorientierter Zivildienstleistender, heißt’s in der Info. So in etwa hört es sich auch an. Es gibt – basierend auf einem mächtigen Soundgebilde, das sich in etwa moderner Rock-Strukturen bedient – ein ziemlich einzigartiges (aber eben auch desorientiertes) Klanguniversum, in dem gesampelte und echt…
Wer auf Andreas Vollenweider, Victoria Williams oder Will Oldham steht, der möge guten Gewissens zu dieser Scheibe greifen. Und nein: Andreas Vollenweider ist kein Freud’scher Aussetzer. Joanna Newsom, die quasi von Will Oldham entdeckt und auf Tour eingeladen wurde, singt mit quiekender Micky-Maus-Stimme (Victoria lässt grüßen) und zu lieblichen Harfenklängen spröde, im Folk verwurzelte Songs…
Jerry Garcia und die Grateful Dead existierten ja zeitlebens in einer Art Parallel-Universum, in dem die Band und die Deadheads eine ganz eigene Welt bildeten, die mit der unseren so gar nichts zu tun hatte (Die einzige Schnittstelle war der solitäre Dead-Hit „Touch Of Grey“ vom 1987er Album „In The Dark“). Die Dead liebte man…
Böswillig ausgedrückt könnte man diese Scheibe mit „Extreme-Post-Krautrocking“ umschreiben. Vielleicht muss man Deerhoof ja wirklich mal live erlebt haben, um das musikalische Wirrwarr, das zum Teil eher aus Geräuschen denn aus gewohnten Soundstrukturen besteht, so richtig verstehen zu können. Matsuzaki Satomis Falsettgesang ist – obwohl so etwas natürlich ziemlich extrem ist – der Einstiegspunkt, über…
Unzivilisierte Songs Die einzige Möglichkeit, Dick Cheney, den amerikanischen Vizepräsidenten loszuwerden, sei Bush abzuwählen, meinte Gus Black bei seinem Konzert im Kölner Yard Club. Das habe er ganz genau durchdacht. Denn Cheney sei vermutlich ein Android, den man nicht umbringen könne. Der Mann habe fünf Herzinfarkte überlebt. Und sogar seine (Gus‘) Mutter, die jeden Abend…
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