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  • Midnight Choir – Waiting For The Bricks To Fall

    Ehrlich gesagt, klingt die neue Midnight Choir-Scheibe so, als seien die Backsteine bereits gefallen. So konsequent schwermütig und tiefgründig melancholisch waren die drei Jungs mit Drummer bislang noch nie. Die Betonung liegt hierbei allerdings auf dem Attribut „konsequent“ – denn Al DeLeoner & Co. haben ja schließlich auch niemals vorgegeben, Frohnaturen zu sein. Und so…

  • Anders Parker – Songs In A Northern Key

    Das ist schlicht die beste Varnaline-Scheibe, die es nie gegeben hat. Anders Parker, der stämmige Anführer der rührigen Independent Combo war irgendwo im Norden von Vermont eingeschneit und musste fast alles auf der Scheibe selber machen – was so nicht geplant war. Dass dies aber ein glücklicher Zufall war, zeigt sich schon alleine daran, dass…

  • Barbara Morgenstern – Nichts muss

    Nun gut – es ist ihre Entscheidung. Aber warum muss diese Scheibe – Trademark-Sound und elektronisches Gefrickel hin oder her, denn bloß so klingen, als sei sie schlicht und ergreifend defekt? Ständig nerven kleine digitale Aussetzer oder Knipsgeräusche, die offensichtlich daher rühren, dass viel mit der Harddisk herumgefuhrwerkt wurde. Musikalisch gibt’s die mittlerweile tatsächlich zum…

  • Dayna Kurtz – Postcards From Downtown

    Endlich mal eine CD, die man sich auch gut als LP vorstellen könnte – so zeitlos und klassisch kommt diese daher. Danya Kurtz ist eine Songwriterin mit einer ziemlich eindrucksvollen Stimme, die ein bisschen nach dem heiseren Organ von Johnette Napolitano (Concrete Blonde) klingt. Und um dieses herum sind dann auch die betont unmodernen Arrangements…

  • Alabama 3 – Power In The Blood

    Also bislang überzeugte das Projekt, amerikanische Country- und Folk-Themen mit modernen Dancefloor Rhythmen zu verbinden, ja nicht so recht. Zu aufgesetzt und ungelenk wirkte das, was die Waliser da zuweilen produzierten. Auf der neuen Scheibe machen sie indes (um einen berühmten Kollegen zu zitieren) alles richtig. Was kann man auch gegen ein Werk sagen, auf…

  • Gerry Rafferty – Another World

    Was Gerry Rafferty offensichtlich nie verstanden hat: Sein Klassiker „City To City“ mit dem Überhit „Baker Street“ wurde nicht deswegen zu einem Millionenseller, weil Rafferty als Frontmann von Stealers Wheelers mit „Stuck In The Middle With You“ zu Ruhm und Ehren gekommen war, sondern schlicht wegen der tollen Popsongs mit ihren genialen Melodien. Und deswegen…

  • Sonja Kandels – God Of Laughter

    Irgendwie passt der etwas seltsame Titel nach dem Gedicht von Wole Soyinka zu der Musik auf dieser Scheibe. Sonja Kandels, die musikalisch wohl noch mehr als einen Koffer in Afrika, wo sie aufwuchs, macht etwas, das irgendwo zwischen Jazz, „Art Rock“, moderner Musik und Weltmusik pendelt. Gerade diese genretechnische Unberechenbarkeit macht aber den Reiz der…

  • Morphine – The Best Of Morphine

    Eine Band wie Morphine wird es nie wieder geben. Das darf man ganz unbefangen behaupten, denn zu einzigartig war die Kombination aus zweisaitigem Bass, Saxophon und Drums, als dass man so etwas ungestraft kopieren dürfte. Und so wird diese Scheibe dann das offizielle Vermächtnis dieser Band bleiben, deren Frontmann, Mark Sandmann, 1999 an einem Herzinfarkt…

  • Styx – Cyclorama

    Das ist aber wirklich mal eine astreine Scheißplatte! Da wird in der Info die Notwendigkeit herbeigequasselt, ausgerechnet eine der grauenhaftesten Auswüchse der 70s wiederzubeleben, gerade so, als habe jemand darauf gewartet. Von neuen Ideen und einer frischen Attitüde ist da die Rede. Alles Humbug! Die üblichen Überlebenden und deren Hired Hands machen munter da weiter,…

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