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  • Chester – Vor nichts Halt machen

    Chester kommen aus Köln. Also aus Deutschland. In Deutschland macht man keine Popmusik. Und wenn doch, wird man nicht ernst genommen. Was tut man in einem solchen Fall? Da gibt es genau drei Möglichkeiten: Herumkrebsen bis man die Lust an der Musik verliert oder Profi-Musiker für Galas und Familienfeste wird (was auf’s gleiche rauskommt), zufällig…

  • Midnight Choir – Die unerträgliche Langsamkeit des Seins

    „Du kannst mit Al DeLeoner sprechen“, meint der Betreuer der norwegischen Superstars Midnight Choir verschwörerisch und deutet auf den unscheinbaren, glatzköpfigen Gitarristen der Band, „Er ist der visionär der Gruppe und schreibt alle Stücke. Paß aber auf, er ist sehr langsam.“ Eine vergleichsweise seltsame, aber nicht unbedingt überraschende Mahnung. Denn daß die Norweger nicht eben…

  • The Great Crusades – Damaged Goods

    Nachdem die Great Crusades zu den überraschenden Punktsiegern des letztjährigen Glitterhouse-Festivals gehörten, ist es nicht verwunderlich, daß deren neues Album nun auf diesem Label erscheint. Musikalisch gibt es einige Überraschungen: Kamen die Crusade auf ihrem Debut noch schroff, hart und düster herüber, so vibriert „Damaged Goods“ geradezu vor positiver Energie. Neben einigen fetten, souligen Bläsersätzen…

  • Gourds – Variation

    Die Gourds müssen ja live regelrecht legendär sein. Doch auch auf Platte machen sie gewiß keine schlechte Figur. Die vorliegende zweite CD auf Glitterhouse klingt – trotz aller musikalisch vielseitigen Eskapaden und (zumeist gelungener) Experimente – wie aus einem Guss. Man muß angesichts dieses Widerspruchs unwillkürlich an die BAND denken. Dafür spricht auch, daß die…

  • Unbelievable Truth – Sorrythankyou

    Ein weiteres Opfer koproraten Schubladendenkens finden wir hier: Unbelievable Truth starteten mit besten Voraussetzungen: Major-Deal in der Tasche, ausgezeichnete Presse, und die Verbundenheit zu Bruderherz Thom Yorke von Radiohead hätten für Andy Yorke und seine Band eigentlich ausreichen sollen für eine solide Karriere. Doch irgendwas lief schief und der Erfolg blieb aus. Wie das so…

  • Buffalo Tom – The Best of Buffalo Tom

    Endlich mal eine Best-Of-CD, die wirklich Spaß macht, weil sie wirklich mal die Essenz einer ganzen Band auf einen Silberling bringt. Das Problem bei Buffalo Tom – besonders in den letzten Jahren – war ja, daß einfach zuviele Stücke auf den Scheiben waren, die einander stark ähnelten. Auf dieser CD befinden sich nun die besten…

  • Terry Lee Hale – Terry Lee Hale sieht blau

    Terry Lee Hale verblüffte ja letztes Jahr nicht schlecht, als er da plötzlich mit seinen französischen Blind Doctors rockend durch die Lande zog. Sicher: Die Idee klang ja gut. Aber letztlich schlich sich doch so etwas wie Wehmut ein, als man den Mann da sein Liedgut im Breitwandformat unter’s Volk hobeln sah. Irgendwie wünschte man…

  • Magnetic Fields – 69 pfiffig-intelligent-humorvolle Liebeslieder

    „Ich mag Deine Hose“, meint Stephin Merrit versonnen, als ich ihn nach dem Interview zum Fotografieren im Zimmer hin- und herschiebe. Verdutzt schaue ich auf meine durchgenudelten Jeans. „Bevor ich schwarz getragen habe, habe ich auch immer braune Jeans angezogen. Aber es ist heutzutage so schwierig, die zu bekommen.“ Mode ist also ein Thema, was…

  • Weakerthans – Left And Leaving

    The Weakerthans kommen aus Kanada – haben also somit keine wiederkennbare musikalische Identität. Vielmehr erinnert der Sound angenehm an eine Band aus einem ganz anderen Kontinent: An mehr als einer Ecke lugt das Lebensgefühl der Go Betweens hervor. Das soll nicht heißen, daß die Weakerthans keine eigenen Ideen haben, aber wer Foster / McLennan mag,…

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