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  • Jim White – Das Jubiläum des Außenseiters

    Jim White gehört zu den großen Mystikern der Songwriter-Szene. Weniger, weil er sich bewusst rätselhaft gibt (das ist eher ein Nebenprodukt seines künstlerischen Schaffens), sondern weil er selbst – ohne großartigen Masterplan – wie ein neugieriges Kind durch das Leben stolpert und dabei einräumt auch nicht immer alles, was er tut, sieht, erlebt oder erzählt…

  • Inger Nordvik – Frei in Berlin

    Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Gäbe es sie nicht bereits, dann müsste man die in Berlin residierende norwegische Songwriterin Inger Nordvik dringend erfinden. Nicht, weil sie – wie viele ihrer musizierenden Landsfrauen – angenehm temperierten, melancholischen Mädchen-Folkpop mit Americana-Tendenzen dahersäuselt und sicherlich auch nicht, weil sie besser Deutsch spricht als gewöhnliche AfD-Wähler…

  • Stonefield – Die Wucht der Emotionen

    Sie sind eine Band wie keine zweite: Mit beeindruckender Entschlossenheit und ungewöhnlicher Perspektive vertonen die vier Schwestern Amy, Hannah, Sarah und Holly Findlay auf der emotionsgeladenen vierten LP ihrer Band Stonefield die Geschichten und Erfahrungen ihres Lebens „on the road“. Dabei findet die intensive Selbstreflexion des Quartetts aus dem australischen Hinterland auf „Bent“ im Stoner-Rock-Dunstkreis…

  • Postcards – Die Rechtfertigung der Substanz

    Eine Postkarte schickt man ja gemeinhin aus weiter Ferne und aus dem Urlaub. Nun ist es zwar nicht so, dass das Dreampop-Trio Postcards im Urlaub ist – aber aus weiter Ferne erreichen uns deren Grußbotschaften schon, denn Julia Sabra, Pascal Semerdjian und Marwan Tohme kommen (auch wenn sich das keineswegs heraushören lässt) aus der libanesischen…

  • Spinning Coin – Zu spät, um modern zu sein

    Eigentlich hatte die schottische Band Spinning Coin einen ganz klaren Plan: Das Ensemble um die beiden Songwriter Sean Anderson und Jack Melin veröffentlichte zunächst mal ein paar Singles und übte sich als Live-Act in der Heimatstadt Glasgow – etwa als Support für Teenage Fanclub – und gelangte so an das Domino Label, der Heimstatt der…

  • Agnes Obel – In weiter Ferne so nah

    Die Titel der ersten drei Tonträger der in Berlin lebenden und arbeitenden Songwriterin Agnes Obel („Philharmonics“, „Aventine“ und „Citizen Of Glass“) haben schon auf den ersten Blick etwas Mystisches – zumal nichts ist, wie es offensichtlich scheint, aber alles mit einem soliden philosophischen Unterbau versehen ist und nichts ohne Grund oder zufällig thematisiert wird. Und…

  • Eliza Shaddad – Die vergangene Zukunft

    Eigentlich hat die Londonerin Eliza Shaddad ja ein ziemlich unterhaltsames Leben: Geboren als Tochter sudanesischer und schottischer Eltern, führte sie in ihrer Jugend ein wahres Nomadenleben und zog aufgrund der Arbeit ihrer Mutter für das British Council mit der Familie nach Spanien, Nigeria, Polen, der Slowakei und Russland. Anschließend studierte sie Philosophie und später Jazz-Gesang,…

  • Nathaniel Rateliff – So smooth

    Eigentlich hätte Nathaniel Rateliff ja heutzutage gut lachen: Da gelingt es dem knorrigen Songwriter aus Denver doch tatsächlich, mit seinen zwar einfühlsamen Männerschmerz-Elegien auch die Damen im Publikum anzusprechen und zu einer Art unerwarteten Superstar der Americana-Songwriter-Szene zu werden – und dann kommt er auch noch auf die Idee, mit seinem Hobby-Projekt The Nightsweats als…

  • Heather Woods Broderick – Spontane Einladung

    Heather Woods Broderick hat sich gefunden. Auf „Invitation“, ihrem hinreißenden dritten Album, das im letzten Frühjahr erschienen ist, widmet sich die amerikanische Singer/Songwriterin passend zum LP-Titel all den kleinen versteckten Einladungen, die das Universum uns zukommen lässt, damit wir selbst dann vorankommen, wenn die Aussichten trostlos sind, und gelangt so im Spannungsfeld von Indie-Folk und…

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