Beschwörender, an einen in den Schamanismus abgedrifteten Leonard Cohen erinnernder Murmelgesang zieht uns bei dem Gottseibeiuns-Titelstück in den Bann dieser…
Beschwörender, an einen in den Schamanismus abgedrifteten Leonard Cohen erinnernder Murmelgesang zieht uns bei dem Gottseibeiuns-Titelstück in den Bann dieser besonderen Platte. „Neofolk“ stellt die Melange aus akustischer Gitarre, Querflöte („Naer Skog Naer Fjöllum“), triphop-artig repetitiven Keyboards („Time, Time, Time“: beim allerersten Hören langweilig erscheinend, dann hypnotisch) sowie weiteren Einsprengseln laut hilfreicher Label-Info. Das mag…
Wenn eine Company wie bluNoise eine Compilation auf den Markt wirft, kann eigentlich nicht viel schief gehen. Zu viele interessante Bands tummeln sich auf dem Label, zu oft haben die Macher ihren guten Musikgeschmack bewiesen. Und mit der bereits zehnten Ausgabe des „Finest Noise Mailorder Samplers“ bestätigen sie ihren Ruf als eines der wohl besten…
Thrash as Thrash can: Wenn es gelingt, daran vorbeizudenken, dass dies bereits das dritte Live-Album der Gelsenkirchener Thrash-Institution ist, verbreitet „One Night In Bangkok“ ausschließlich Freude, Kopf- und Fußzucken. Dass in ihrem Metier dem Powertrio um Tom Angelripper kaum einer was vormacht, haben sie schon so lange vorgeführt, wie es Trash in Deutschland und Geschredder…
Wacken Open Air 2003, Sonntag, 03.09., halb ein Uhr morgens: Slayer – „Headliner“ des Festivals – haben grad ihren eher ärmlichen Gig passend beendet, indem sie wortlos von der Bühne gestolpert sind. Sprechchöre wie „Flaschen“ und noch weit weniger Zitierfähiges werden laut… W:O:A, Donnerstag, 31.07., kurz vor zehn Uhr abends: Nach einem ordentlichen Auftritt von…
Gorgoroth spuken schon seit ’92 in der norwegischen Black Metal-Szene herum. Während einige ihrer Weggefährten die ursprüngliche Simpelstilistik entweder in nahezu pure Schönheit überführten wie Emperor oder sich zumindest stets epischer orchestrierten Großtaten zuwandten (vgl. deren im September herauskommendes „Death Cult“-Album!) oder schließlich wie Ulver (seit ca. „Perdition City“) die Teufelsanbetung zu einer Art Dark…
Platte der Woche KW 32/2003 Um eine Frage zu beantworten, die letztlich am Anfang des ersten Pernice Brothers Interviews auf diesen Seiten stand: Die Pernice Brothers machen alles richtig – und deswegen sind sie keine Superstars. Denn das Ergebnis ihres Tuns – eindrucksvoll zu begutachten auf dem grandiosen neuen Album – ist schlicht zu anspruchsvoll…
Schon das unscharfe Coverfoto dieses Tonträgers sieht aus wie der „kleine Bruder“ des großen Miles-Albums „Don’t Let The Cold In“. Und richtig: Deren Sänger Tobi Kuhn versucht sich hier ohne seine Gang. Die sechs Stücke dieser EP (eines davon versteckt) entstanden allein und in Heimarbeit. Kein Wunder also, dass hier nicht gerockt wird, sondern Singer/Songwriter-Pop…
Bands mit einer Frontfrau müssen nicht immer seidig und geschmeidig klingen und erst recht nicht, wenn man aus Berlin kommt. Da bröckelt nämlich der Putz vor lauter Unabhängigkeit und Garagencombos. Kein Wunder, dass She-Male Trouble so schön rotzig und frisch klingen und die Wände zum Wackeln bringen. Wir schreiben also das Jahr 2003 und um…
Es wird schon seinen Grund haben, dass diese Interims-Scheibe nicht auf dem heimischen Glitterhouse Label erscheint! Es handelt sich hierbei nämlich um ein Experiment, das sich weiter aus dem Fenster lehnt (und beinahe herausfällt) als alles, was Chris Eckman und Co. unter dem Band-Moniker bislang herausgebracht haben. Diese Scheibe ist eine Art Reflektion darüber, was…