Wäre es nicht Jon Spencer selbst, der hier spielt, würde man die Musik vielleicht mit „Jon Spencer mit den Orgeln…
Wäre es nicht Jon Spencer selbst, der hier spielt, würde man die Musik vielleicht mit „Jon Spencer mit den Orgeln der frühen Caesars“ beschreiben. So sagt man einfach: Geil, Neues von Jon Spencer. Und das mit der Orgel stimmt auch gar nicht immer. Denn immer macht der Spencer nicht. Er macht mal und dann wieder…
Sie sind zurück. Er ist zurück. Alles ist wieder gut. Wobei natürlich auch ohne John Frusciante nicht alles schlecht war, gerade „The Getaway“ hatte auch mit Josh Klinghoffer an der Gitarre eine Menge starker Songs. Aber jetzt? Ja. Jetzt ist es noch besser. Jetzt ist es wieder ein wenig so wie früher. Und davor. „Black…
Einer der Gründe, warum sich hierzulande Songwriter sich befleißigt sehen, ihre Texte auf Englisch vorzutragen – auch wenn dies nicht deren Muttersprache – ist auch der, dass man sich so ein wenig hinter den Möglichkeiten der Sprache verstecken kann, denn einer der Haupt-Unterschiede zwischen Deutsch und Englisch ist der, dass Deutsch eindeutiger und Englisch eben…
Mehr als zehn Jahre Zeit ließ sich Michael Weston King für sein erstes Solo-Album seit dem 2011er Werk „Forgetmenots“. Das hat vor allen Dingen mit dem Erfolg seiner – ursprünglich als Side-Projekt gestarteten – Band My Darling Clementine zu tun, die er 2009 mit seiner Frau Lou Dalgleish gründete. Anders als das stark vom Memphis-Soul…
Es ist das erst zweite Album der Pillow Queens. Aber nach Rookies klingen Pam Connolly, Sarah Corcoran, Rachel Lyrons und Cathy McGuiness hier wahrlich nicht. „Leave The Light On“ ist ein beeindruckend reifes und trotz seiner Vielfalt sehr, sehr stimmiges Stück Musik. Was nicht heißt, dass jeder Song gleich klasse ist. Denn manch einer der…
Das neue Album des kalifornischen Troubadours entstand erneut in dem Dunstkreis, dem sich der Mann aus L.A. 2018 über ein Treffen mit Phoebe Bridgers angeschlossen hat. Produziert wurde das neue Werk dann auch erneut von Phoebe Bridgers – mit Unterstützung von Conor Oberst. Auch die beteiligten Musiker kommen aus Projekten, an denen Hutson zuvor selbst…
Ganz so, als habe es Kraftwerk nie gegeben, lässt der Berliner Musikus Chris Imler auf „Operation Schönheit“ die Computer und Rhythmusmaschine zirpen, tackern, quietschen und klicken – ganz so, als gäbe es die Neuzeit des E-Pop gar nicht. In Berlin agiert Imler seit Jahren als graue Eminenz und Zuarbeiter für eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte wie…
Wohin Nora gegangen ist, wird auch auf dieser neuen EP der dänischen Artpop-Songwriterin Astrid Nora nicht explizit dargelegt – angesichts der düster dahinfließenden, melancholischen Elegien im Klangwolken-Format, auf die sich Astrid dieses Mal beschränkt, dürfte es aber die Unterwelt sein. Nun ja: Das neue Werk ist Astrids Reaktion auf die Pandemie und wurde im Lockdown…
Sehr viel brauchen Jasmine Golestaneh und Eddie Cooper – besser bekannt als das New Yorker E-Pop-Duo Tempers – nun wirklich nicht, um glücklich (bzw. tatsächlich eher schwermütig) zu sein: Ein geradliniger Retro-Backbeat, zwei bis drei Grundakkorde, jede Menge Hall (insbesondere auf den Vocals), klassische Dreampop- und New Wave-Klangwolken und eine Handvoll recht einschmeichelnder Moll-Melodien reichen…