Platte der Woche KW 05/2003 Der dringende Hypeverdacht hätte sich nur noch durch ein hingeflegeltes „The“ vor dem Bandnamen steigern…
Platte der Woche KW 05/2003 Der dringende Hypeverdacht hätte sich nur noch durch ein hingeflegeltes „The“ vor dem Bandnamen steigern lassen können. Niemand ist wohl derzeit gefährdeter denn je, als eben diese neuen Wilden oder die ganz weltabgewandte Fraktion jener, die ihren Gefühlen musikalisch hinter einem dichten Nebelschleier freien Lauf lassen. Matt Hales gehört eindeutig…
Das Konzept dieser Robert-Wilson-Produktion des Bühnenstückes POEtry am Hamburger Thalia-Theater ist mindestens genauso interessant wie das Ergebnis: In den Liner Notes stellt Lou Reed Überlegungen an, die eine recht erstaunliche, aber letztlich logische Beziehung des Autors Edgar Allen Poe für unsere Zeiten herstellen. Reed geht so weit, Poe als „Vater von Hubert Selby und William…
Das ist also Will Oldhams Politik der ruhigen Hand! Ganz unaufgeregt, absolut minimal und fast ganz akustisch gehalten, singt sich Prince Billy hier mit Unterstützung der in diesem Zusammenhang doch sehr prägenden Sängerin Marty durch 10 kurze Songs, die mit zum Verletzlichsten und Zerbrechlichsten gehören, das Will bislang zustande gebracht hat. (Und das will schon…
Zum zweiten Mal beweisen Hazelwood Records und die Late-Lounge-Bande des Hessischen Rundfunks, wo beim Pop der Hammer, respektive der Sheriffstern hängt. Wie schon beim ersten Mal (damals gab’s Musik von Go-Betweens, Calexico oder Sportfreunde Stiller u.v.a.) besticht auch die zweite Compilation durch die große Fülle an Hits und Hymnen, die auf der Vielzahl der Sampler,…
Nach „Can meeting The Doors“ klingt diese Band aus Dortmund (in „German’s Black Country“, wie sie gleichfalls schreiben) nach eigener Einschätzung. Das klingt nach fröhlichem Größenwahn, ist aber gar nicht mal so realitätsfremd oder anmaßend. Die Referenz Can bemüht das Ruhri-Quartett schon deswegen berechtigterweise, da persönliche Kontakte zu Michel Karoli und Damo Suzuki bestanden und…
Wer genug hat von der Schwemme von eher durchschnittlichen Rockbands, die vor allem auf die NuRock/NuMetal-Szene schielen, sollte mal den hervorragenden Band-Export aus Schweden namens Blindside testen. Christian Lindskog (vocals), Simon Grenehed (guitar), Tomas Naslund (bass) und Marcus Dahlström (drums) zeigen auf „Silence“ – der Titel führt natürlich hier in die Irre, denn leise ist…
Das ist es also, das siebte Werk von Biohazard. Natürlich, nach eigener Aussage wieder einmal das härteste in der nunmehr schon elfjährigen Karriere. Wie es eben von jedem Album behauptet wird. Doch diesmal liegen Evan Seinfeld, Billy Graziadei und Co. gar nicht so falsch. „Kill Or Be Killed“ hat schon ganz ordentlich Schmackes. Und ist…
Rya ist ein junges, unbefangenes Ding, die (oder das?) in einer musikalischen Traumwelt irgendwo zwischen Science Fiction Pop, futuristischen Azteken-Tempeln und seifenblasigen Zwergenjungen herumfliegt. Der naive Charme der doch recht spinnerten, esoterisch verbrämten Texte um tanzende Planeten und Kobold Häuser kommt wohl daher, dass Rya ursprünglich aus dem russischen kommt, und so etwas eben dabei…
Wir kommen nun zu einem der sicherlich seltsamsten Projekte, die jemals die Rockmusik bereichert haben: Fleetwood Macs Doppel-Album „Tusk“, nämlich. In der Version von Camper Van Beethoven. Jawohl: David Lowery und seine Kumpels spielen komplett die legendäre Scheibe (die zumindest in dieser Version wesentlich aufregender erscheint, als zum Beispiel „Rumors“) ein. Wie ist so was…