Aus dem Norden Europas kommt – so scheint es – fast jede Woche ein neuer Tonträger der Marke „Melancholischer Pop…
Aus dem Norden Europas kommt – so scheint es – fast jede Woche ein neuer Tonträger der Marke „Melancholischer Pop mit sehr viel Gefühl und Tiefgang“ zu uns herüber, vielleicht ist nun ein gewisser Sättigungsgrad erreicht, denn jetzt heißt es: Qualität statt Quantität. Saybia aus Dänemark fallen leider eher aus der Qualitäts-Sicherung heraus. Die Mannen…
Der etwas schüchtern und linkisch wirkende Kanadier Hayden tauchte erstmals im Gefolge der Cowboy Junkies in unserem Gesichtskreis auf und überraschte mit intelligent gemachten Songs mit verblüffenden Themen und ungewöhnlichen Sichtweisen. Mittels seines überragenden Debüt-Albums „Everything I Long For“ zog er das Interesse von Leuten wie Neil Young, David Bowie oder Steve Buscemi auf sich…
Eigentlich war ja stets Branfords jüngerer Bruder Wynton Marsalis als der radikalere Verfechter der Tradition bekannt. Auf dieser Scheibe schlägt Branford nun massiv zurück – und macht dabei keine Kompromisse. Mit Sonny Rollins „Freedom Suite“ und John Coltranes „A Love Supreme“ (dazu Ornette Colemans „Giggin’“ und John Lewis‘ „Concorde“) hat er sich dabei absolute Schwergewichte…
Also alles was recht ist: Das ist mal ein treffender Titel. Denn auf ihrem dritten Album widmet sich das einzigartige Instrumental-Trio vollständig ihrer Sicht der Amerikana. Vergessen sind großteils die hektischen, ins atonale strebenden Schluckaufstücke der Vorgänger und auch die osteuropäisch anmutenden Passagen wurden erheblich zurückgefahren. Dafür entdecken die Leute aus San Francisco auf einmal…
Alte Bekannte in neuer Verpackung – die Schweden Marble Arch kommen nicht, wie man meinen könnte, von Londons Oxford Street, sondern aus Bollnäs, Schweden, von wo sie vergangenes Jahr in die Sensen-Metal-Hochburg Göteborg umsiedelten, wobei gleich auch der bisherige Name Evercry (unter dem sie die einigermassen bekannt gewordene EP „Focus“ selbstveröffentlicht hatten) abgelegt wurde.Und was…
Hinter dem Projektnamen Aroah verbirgt sich eine in Spanien gestrandete Kanadierin namens Irene R. Tremblay. Musikalisch tummelt sich Irene auf dem weitläufigen Gebiet des Amerikana-Folk – allerdings mit einer gewissen Schrammelpop-Note. Auch wenn man sich dabei zuweilen an die Besten des Genre’s erinnert fühlt – von Cat Power über Barbara Manning bis hin zu Hope…
Platte der Woche KW 38/2002 Nun hat es Tom Liwa geschafft: Im Stile der alten „2 Originals“ Doppel-LPs mit Wendecover überrascht uns der Poet im Liedermachermantel kurze Zeit nach „Lopnor“ mit einer Doppel-CD. Dabei schafft es der Meister tatsächlich, 33 Songs und zwei Toms unter’s Volk zu bringen. Da ist zunächst der ernste Tom, so…
Es gab eine Zeit, da waren Underworld der Mittelpunkt der Erde. Nicht nur, aber vor allem wegen „Born Slippy“. Und das war gleich in doppelter Hinsicht eine feine Sache: Zum einen rissen sie mit einem einzigen Track bzw. Charterfolg eine ganze Reihe musikalischer Mauern ein, zum anderen haben sich die Briten, das bewies bereits das…
Inzwischen muss man Paul Weller ja wohl auch schon zu den alten Hasen rechnen. Dieses ist wohl bereits das 27. Album an dem der Meister mitwirkt. Das hört man der Scheibe aber zum Glück nicht an. Auch wenn Weller nicht unbedingt ein musikalischer Innovator ist: Auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten ist er auf den…