Kristof Schreuf ist wieder da. 13 Jahre nach seinem letzten musikalischen Lebenszeichen mit dem bisher einzigen Album seiner Band Brüllen…
Kristof Schreuf ist wieder da. 13 Jahre nach seinem letzten musikalischen Lebenszeichen mit dem bisher einzigen Album seiner Band Brüllen und über zwanzig Jahre nachdem er als Kopf von Kolossale Jugend die Initialzündung für das gab, was später Hamburger Schule genannt wurde, veröffentlicht der in Hamburg beheimatete Sänger und Gitarrist nun mit „Bourgeois With Guitar“…
Platte der Woche KW 20/2010 Verkehrte Welt: Als Laufsteg-Model das zur Musik wechselt, hätte Karen Elson sich doch eigentlich dem Disco-Pop widmen müssen. Stattdessen gibt es nostalgische Ur-Country-Mörder-Balladen am Rande des Folk, die gefühlt musikalisch nicht über die frühen 50er Jahre hinaus reichen. Das wird erklärlich, wenn man weiß, dass sich Karen Elson schon seit…
Die Supergroup aus schrägen Typen aus Kanada mit dem verrückten Namen und dem merkwürdigen Verhältnis zu Ironie ist wieder da: Grandeur, Bombast, Pomp. Ohne Ende. Das sind die New Pornographers, spätestens seit ihrem viertem Album „Challengers“. Dieser Trend wird auf auch „Together“ fortgesetzt. Vom durchgeknallten Power-Pop mit klugen bis spitzfindigen Texten hat man sich hier…
Musikalisch gesehen war Wovenhand ja zunächst ein Vehikel, in dem David Eugene Edwards solche Ideen umsetzte, die nicht so recht ins 16 Horsepower-Konzept gepasst hätten. So gesehen war Wovenhand erst mal so etwas wie eine stärker akustisch ausgerichetete Abart des 16 HP-Sounds. Nun, mit der sechsten Veröffentlichung (und nachdem Wovenhand eine Zeitlang eher wieder zurück…
Der Titel des neuen Albums des Belgiers Arno ist kein Schreibfehler! Das heißt: Wahrscheinlich ist es doch einer, den der Mann dann aber einfach hat stehen lassen, weil er zufällig das aussagte, was er meinte. Das zeichnet den wahren Künstler aus! Und so benimmt sich Arno auch musikalisch. Arno steht für seine Heimatstadt Brüssel –…
Ganz ernst nehmen darf man den Titel der neuen Scheibe der Grande Dame des Rhythm’n’Blues, Bettye LaVette, nicht unbedingt – denn richtige „Rocksongs“ wird man (bis auf den Live-Bonustrack „Love Reign O’er Me“, der das ganze Projekt inspirierte) kaum finden. Stattdessen widmet sich die Diva eher britischen Pop-Songs der 60s (Beatles – zusammen und einzeln,…
Etwas eigenartig ist das schon: Zu betont sanftmütigen, vollkommen aggressionsfreien, ja leichtfüßigen Indie-Folkpop-Arrangements singt Conor J. O’Brien, der Ire, der sein Projekt „die Dorfbewohner“ nennt, höchst eigenartige, skurrile und leicht märchenhafte Texte von der Verwandlung in einen Schakal (inklusive entsprechendem Geheule), wandelnden Toten oder der Bedeutung von Ritualen. Nun ja, der Mann ist Ire. Und…
Eine schläfrige Sonne müsste dann eigentlich doch ein wenig anders klingen, als das, was Sleepy Sun hier auf dem zweiten Album zelebrieren. Es gibt so etwas wie zeitgemäßen Indie-Westcoast-Sound, bei dem die altbekannten Tugenden des Genres – etwa das maßlose instrumentale Ausufern, inkl. Psychedelia, Feedback und Kompressor-Gitarren – in die Neuzeit gerettet werden und das…
Zeitgleich mit dem Release der „Mutterband“ Wovenhand legt Bassist Pascal Humbert sein neues Lilium-Album vor. Lilium war zunächst als Instrumentaler Gegenpol zur eher gewaltig dimensionierten 16 Horsepower-Musik konzipiert, mauserte sich dann aber über drei Veröffentlichungen zu einer ganz eigenen Vision. Wie schon auf dem Vorgänger arbeitet Humbert auch hier wieder mit Gastsängern. Neben Kal Cahoone,…