Ganz ernst nehmen darf man den Titel der neuen Scheibe der Grande Dame des Rhythm’n’Blues, Bettye LaVette, nicht unbedingt –…
Ganz ernst nehmen darf man den Titel der neuen Scheibe der Grande Dame des Rhythm’n’Blues, Bettye LaVette, nicht unbedingt – denn richtige „Rocksongs“ wird man (bis auf den Live-Bonustrack „Love Reign O’er Me“, der das ganze Projekt inspirierte) kaum finden. Stattdessen widmet sich die Diva eher britischen Pop-Songs der 60s (Beatles – zusammen und einzeln,…
Etwas eigenartig ist das schon: Zu betont sanftmütigen, vollkommen aggressionsfreien, ja leichtfüßigen Indie-Folkpop-Arrangements singt Conor J. O’Brien, der Ire, der sein Projekt „die Dorfbewohner“ nennt, höchst eigenartige, skurrile und leicht märchenhafte Texte von der Verwandlung in einen Schakal (inklusive entsprechendem Geheule), wandelnden Toten oder der Bedeutung von Ritualen. Nun ja, der Mann ist Ire. Und…
Eine schläfrige Sonne müsste dann eigentlich doch ein wenig anders klingen, als das, was Sleepy Sun hier auf dem zweiten Album zelebrieren. Es gibt so etwas wie zeitgemäßen Indie-Westcoast-Sound, bei dem die altbekannten Tugenden des Genres – etwa das maßlose instrumentale Ausufern, inkl. Psychedelia, Feedback und Kompressor-Gitarren – in die Neuzeit gerettet werden und das…
Auf seinem neuen Album mit dem schönen Titel „…And They Escaped The Weight Of Darkness“ verzaubert der Isländer Ólafur Arnalds seine Hörer erneut mit verträumter Kammermusik vom Feinsten. Kernstück seiner Arbeit bilden dabei wieder sehnsüchtige Streicherarrangements und vor allem Arnalds perlendes Klavier.Durch die Zusammenarbeit mit Co-Produzent Barði Jóhannson, exzentrischer Kopf der isländischen Band Bang Gang,…
Platte der Woche KW 18/2010 Erschiene das neue Werk von The National nicht gerade auf dem letzten Indie-Major 4AD und wären sich die beiden Brüderpaare Dessner und Devendorf um Frontmann Matt Berninger musikalisch nicht selbst so treu geblieben und verschlössen sie sich nicht dankenswerterweise immer noch allen Konzessionen an den Zeitgeist, dann könnte man ganz…
„They are always different%3B they are always the same.“ Das sagte einst John Peel über seine erklärte Lieblingsband. Mit „Your Future Our Clutter“ beweisen der inzwischen 53-jährige Chef-Nörgler Mark E. Smith und seine Mitstreiter einmal mehr, wie wahr diese Aussage war und ist. Die neue Platte reiht sich nahtlos in die lange Liste qualitativ hochwertiger…
Eigentlich reichte es vollkommen aus, wenn die gebürtige New Yorkerin Nell Bryden ihr abenteuerliches Leben vertonen würde. Als Tochter klassisch ausgebildeter Musiker begleitete sie diese auf Tour durch Südamerika, verbrachte ein Jahr in Australien, nahm eine erste Scheibe in Nashville auf, tourte dann als Songwriterin mehrmals durch Irland, begann eine zweite Scheibe in New Orleans,…
Chuck Prophet ist nicht nur einfach ein Musikus, sondern auch ein ganz normaler Fan. Bei jeder sich bietender Gelegenheit zitiert der Meister aus Musik, Literatur und Film. Chuck Prophet kennt sich halt aus mit dem, was er tut. Unter anderem ließ er sich zu der Aussage hinreißen, er könne Waylon Jennings Album „Dreaming My Dream“…
Moon Food – ist das nicht genau genommen Käse, weil der Mond doch bekanntlich aus Käse gemacht ist? Vielleicht. Genau kann man das nicht wissen, weil Jarid Del Rio ein unberechenbarer Kauz ist, der zwischen seinen lebensspezifischen Eskapaden (Waldschrat in New England, Gefängnis-Insasse, Raumpfleger in Seattle) nur gelegentlich Zeit findet, ein paar neue Songs aufzunehmen.…