Geboren wurde Abra in New York, aufgewachsen ist sie in London und leben tut sie heutzutage in Atlanta. Irgendwie schlägt…
Geboren wurde Abra in New York, aufgewachsen ist sie in London und leben tut sie heutzutage in Atlanta. Irgendwie schlägt sich dieses Nomadentum auch als Leitmotiv in Abras Musik nieder. Nominell geht es hier um eine zeitgemäße R’n’B-Variante, die Abra indes auf höchst vielfältige Weise aufzubohren versteht. Denn auch wenn es sich bei dieser Veröffentlichung…
Knapp ein Jahr nach dem letzten Werk kommt nun schon das 14. Album des gerade mal 23-jährigen Will Toledo alias Car Seat Headrest dahergepoltert. Es ist aber das erste, das mit einer richtigen Band in einem richtigen Studio eingespielt wurde. Und hier tobt sich Toledo dann erst mal aus: Das Album beginnt mit einer Handvoll…
Vor zwei Jahren waren Savages mit ihrem famosen Debüt „Silence Yourself“ der Hype der Saison, doch mit ihrem nun erscheinenden Zweitwerk unterstreichen die vier Musikerinnen aus London, dass sie gekommen sind, um zu bleiben. Mit „Adore Life“ haben Jehnny Beth (Gesang), Gemma Thompson (Gitarre), Ayse Hassan (Bass)und Fay Milton (Schlagzeug) ein Album an der Schnittstelle…
Heutzutage kann man – alleine mit den Mitteln von Crowdfunding, Social Media und Bandcamp – zum versierten Veteranen werden, ohne überhaupt offiziell in der Szene vertreten zu sein. Will Toledo aus Seattle ist mit seinem Projekt Car Seat Headrest so etwas gelungen. „Teens Of Style“ ist sein offizielles Label-Debüt. Die 11 Alben, die er vorher…
Das zweite Album gilt ja gemeinhin als das Schwierigste – weil sowohl die eigenen, wie auch die Erwartungshaltungen der Fans irgendwie bedient werden müssen. Devon Welsh und Matthew Otto alias Majical Cloudz wählten hier den Angriff: Anstatt das ein Mal gefundene Rezept des entspannten, melancholischen E-Pop-Songs weiter zu verfeinern, entschlossen sich die Kanadier, ihr Medium…
Platte der Woche KW 41/2015 War der Vorgänger „Wakin‘ On A Pretty Daze“ noch eine sonnige Slacker-Platte für verschallerte Sonntagmorgen, fällt „B’lieve I’m Goin Down“, Kurt Viles mittlerweile sechstes Album, mindestens klanglich deutlich düsterer aus. Damit erinnert die neue Platte eher an Viles viertes Album „Smoke Ring For My Halo“, mit welchem dem Künstler 2011…
Zum 30. Bandjubiläum wollten sich Yo La Tengo nicht lumpen lassen und belebten aus diesem Anlass das Szenario des legendären Fakebook-Albums wieder. Nicht nur, dass es hier also ein (bewusst auf das Wesentliche reduziertes), halbakustisches Setting – ganz ohne die ansonsten gerne eingestreuten avantgardistischen Sperrfeuer – zu bewundern gibt: Es konnte sogar das ehemalige Bandmitglied…
Zweifelsohne ist der Gospel in der heutigen Musikszene ja eher eine Randerscheinung. Umso schöner, wenn es dann Leute wie Franklin James Fischer aus Atlanta gibt: Fischer ist ein leicht wahnsinniger, unsteter Geist, der es sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Intensität des Gospel mit seinen Mitteln in die Jetztzeit zu transferieren und in einem…
Das fünfte Album von The Ceremony ist eine klassische Männerschmerz-Scheibe geworden, mit der sich Frontmann Ross Farrar seinen Frust über eine gerade überstandene, schwierige Trennung von der Seele therapiert. So weit so gut – allerdings sind The Ceremony keine Blues- oder Songwriter-Kapelle, sondern eher eine New Wave Rock-Band. Das Ergebnis dieser Logik ist in letzter…