Das Covermotiv zeigt eine traurige eierlegende Wollmilchsau – ein Sklavenmädel, bepackt mit allem vom Ventilator bis zum, Bügeleisen. Dass der…
Das Covermotiv zeigt eine traurige eierlegende Wollmilchsau – ein Sklavenmädel, bepackt mit allem vom Ventilator bis zum, Bügeleisen. Dass der Labelboss, Apple-Erfinder und TV-Pionier Jason Forrest dieses Werk dann auch noch „Alles“ nannte, unterstützt die Sache noch. Im Wesentlichen meint das, dass Forrest keine musikalischen Genres, Stile oder Richtungen kennt. In seinen kunterbunten Instrumentals nutzt…
Das stimmt. Nicht jedem kann man es recht machen. Doch so lange wir unsere Freude an Captain’s Diary haben, ist die Sache ja okay. Man ist ja Egoist, muss man ja auch mal sein. Also „Niemals jedem recht“ in den Player, zuhören, das Album mögen.Hinter dem Captain steckt Sebastian Müller, der sich nicht nur den…
Das Debüt-Album der Frankfurter Songwriterin Maike Rosa Vogel produzierte Konstantin Gropper, mit dem zusammen Maike auch noch ein bislang undokumentiertes Elektronik-Projekt besetzt. Im Nachhinein war es vielleicht unbedingt die glücklichste Lösung, denn Sven Regener, der das nun vorliegende zweite Album produzierte, ging einen ganz anderen Weg als Gropper: Anstatt – wie Gropper – die Songs…
Wer sich heutzutage überhaupt noch die Mühe macht, ein eigenes Sounddesign zu entwickeln, hat schon gleich ein paar Bonuspunkte verdient. Das von Gastmusikern unterstützte kanadische Trio Timber Timbre gehört jedenfalls in diese Kategorie: Es gibt einen am Pulsschlag ausgerichteten Bass, Mathie Charbonneaus Martellato-Piano, kammermusikalische Streicher, knochentrockene Akzente von Saxophonist Colin Stetson und ein bemerkenswert charakteristisches…
Alexi Murdoch ist der Sohn von Nick Drake. Zumindest in der Art, wie der Mann mit schottisch / griechischen Wurzeln da seine Songs in intimer, eindrücklicher Manier flüsternd dem Zuhörer ins Hirn drückt. Die ziemlich asketisch arrangierten, akustischen Songs seiner zweiten CD (die mit lediglich sieben Tracks eigentlich viel zu nahe am Rande einer EP…
Die eigenartige Schreibweise ihres Namens hat Betty ihren koreanischen Wurzeln zu verdanken – was sich freilich aus ihrer Musik nicht heraushören lässt. Es gibt wundervoll abwechslungsreiche Americana-Sounds, die von einer butterweichen, herzerweichend romantischen Gesangsstimme und brillanten Songs getragen werden. Ihre ersten musikalischen Gehversuche waren zurückhaltender (=folkiger) inszeniert als dieses Werk, das freilich auch Gurf Morlix…
Moon Duo ist das neue Projekt des Wooden Ships-Gitarristen Ripley Johnson und Sabae Yamada. Entgegen des Titels dieses Debüt-Longplayers gibt es jedoch keinen musikalischen Irrgarten, in dem man sich Verlaufen könnte, sondern geradlinige, psychedelische Drones mit maximal zwei Akkorden und jede Menge Velvet-Underground-Motorik. Rudimetäre Riffs, röhrende Orgeln, Feedback und jede Menge Hall und Deelay erinnern…
Platte der Woche KW 12/2011 Viele Musikanten benutzen die Musik als Therapie – meist für sich selbst, und im Folgenden dann auch irgendwie für die Rezipienten. William Fitzsimmons geht da noch einen Schritt weiter – indem er nämlich tatsächlich ein ausgebildeter Psychotherapeut ist. Insofern weiß der Mann, wovon er singt bzw. ist er in der…
Das (noch schulpflichtige!) Trio DeWolff könnte seine Rockstar-Bestimmung mit Muttermilch oder pränatalen Akustik-Erlebnissen aufgenommen haben, denn die Truppe wurde 2007 in Geleen gegründet – dem ursprünglichen Austragungsort des legendären Pink Pop-Festivals. Die erste EP von 2008 folgte ebenso wie diverse TV-Auftritte in den Niederlanden, aber auch in Deutschland (Rockpalast). Gleichfalls bei uns bislang ungehört blieb…