Das fünfte Album des Mannes aus Mississippi ist ein „Todes-Album“. Aber es geht um Tod im Sinne von „Adios“, nicht…
Das fünfte Album des Mannes aus Mississippi ist ein „Todes-Album“. Aber es geht um Tod im Sinne von „Adios“, nicht im Sinne von „au wei oh weih“. Deswegen wundert es dann letztlich nicht, dass die Sache mit einer humorigen, leichtfüßigen Verve daher kommt, der Branan als Songwriter viele ironische Zwischentitel abgewinnen kann. Musikalisch zollt Branan…
Platte der Woche KW 14/2017 Frauen können sich ja bekanntlich zuweilen nur schwer entscheiden und möchten sich immer alle Optionen offen halten. Bei Karen Elson ist das aber wirklich besonders deutlich ausgeprägt. Denn einerseits ist Karen seit Jahren als Super-Model und Mode-Designerin aus der Fashion Welt nicht mehr wegzudenken – andererseits aber versuchte sie sich…
Als Josh Tillman dereinst begann, seine melancholischen Bedsitter-Stories als Solo-Künstler zu vertonen, hatte er die musikalische Schublade (die des nachdenklichen, schwermütigen Melancholikers) scheinbar gleich mit im Gepäck. Ein wenig überraschend war es dann, als er mit Father John Misty im Folgenden plötzlich ein monstermäßiges Alter Ego auf die Welt los ließ und sich – insbesondere…
Mittlerweile lebt der Mann aus Denton, Texas, in Nashville. Das bedeutet freilich nicht, dass er sich auf diesem neuen Album nun etwa dem Country-Genre zuwendet. Combs ist vielmehr der Prototyp des Songwriters-Songwriter, der – mit einem sicheren Überblick – alle möglichen Stilarten für sich zu nutzen weiß und – mehr noch – den Stil des…
Die „finnische Slide-Göttin“ macht auf ihrem neuen Album schlicht und ergreifend das, was sie am besten kann: Als Slide-Göttin in allen Spielarten elektrischen Blues-Rocks brillieren, die eben nur vorstellbar sind. (Wobei eingeräumt werden sollte, dass sich Erja neben ihrer instrumentalen Künste vor allen Dingen auf ihre Vocals verlässt und so ein ausgewogenes Klangbild erzeugt.) Neben…
Das ist alles ein wenig komplizierter, als es klingt: Als Gitarrist der italienischen Indie-Art-Pop-Band Sacri Cuori knüpfte Don Antonio Gramentieri stets Kontakte in die Welt der musikalischen Querdenker. Als Begleitmusiker, Produzent und Co-Autor arbeitete Don Antonio mit so unterschiedlichen Acts wie Hugo Race, Howe Gelb, Alejandro Escovedo, Marc Ribot oder M Ward zusammen – um…
Auch wenn man da jetzt langsam den Überblick verliert: Die Fotos sind natürlich keine neue Band, sondern machten zwischen 2006 und 2010 in Sachen Vorreiterrolle mondänen deutschsprachigen Gitarrenpops. Nach einer Auszeit von immerhin sieben Jahren drücken Tom Hessler & Co. nun auf den musikalischen Reset-Knopf und überraschen mit einem bemerkenswert abwechslungsreichen Pop-Album mit einer doch…
Ein altgedienter Recke wie Rodney Crowell braucht ja gewiss einen auch für ihn lohnenswerten Ansatz, um sich überhaupt noch zu motivieren, wieder mal ins Studio zu gehen. Immerhin drei Jahre Zeit ließe er sich dabei mit der neuen Scheibe und fand dann ein Setting, das auch einem routinierten Grammy-Veteranen noch als Herausforderung gelten kann. Er…
Dass die Kanadierin Lydia Ainsworth ihre musikalische Laufbahn dereinst als Filmkomponistin begann, hört man ihrem neuen Werk tatsächlich weniger an, als ihrem Debütalbum „Right From Real“, denn die auf diesem Werk vorhandenen lautmalerischen Elemente (wie z.B. Streicher-Arrangements oder Marimba-Vignetten) hat sie auf „Darling Of The Afterglow“ durch eine Art Darkwave-R’n’B-Ästhetik ersetzt, die sie mit ihren…