Was diese Scheibe nicht verdient hat, ist das Cover-Motiv, das in seiner unbedarften sommerlichen Beliebigkeit prädestiniert ist für die Kuschelrock-Krabbelkiste.…
Was diese Scheibe nicht verdient hat, ist das Cover-Motiv, das in seiner unbedarften sommerlichen Beliebigkeit prädestiniert ist für die Kuschelrock-Krabbelkiste. Doch anstelle liebloser Muzak gibt es hier eine intelligente Mischung aus leichtfüßigen, jazzigen Bossa-Sounds, angereichert mit je einer Prise Fado, Chanson und Tango und von Lisa Wahlandt einfühlsam und kongenial auf Portugiesisch, Englisch, Deutsch und…
Der Mann mit dem seltsamen Namen und dem unscheinbaren Hut stammt aus Los Angeles – wohnt aber musikalisch eher in England. Mit einer Stimme, die zuweilen an einen schläfrigen Ray Davies erinnert und einem sicheren Gespür für beatlesque Melodiebögen, arbeitet sich Ferraby durch eine Sammlung verspielt arrangierter, altmodisch anmutender Pop-Songs, denen man einen gewissen naiven…
Jason Ringernbarg – oder Farmer John, wie er sich im Country-Modus gerne nennt – ist so was wie der Urvater des Cow-Punk. Mit seinen Scorchers kreierte er Mitte der 80er ein Gerne, in dem Country- und Rocksongs eine Ehe eingingen, von der Gram Parsons & Co. nur träumen konnten – denn zwischenzeitlich war der Punk…
In der Ruhe liegt die Kraft. Dieses altbewährte Rezept macht sich Geoff Farina alias Glorytellers zu Gute und veröffentlicht mit „Glorytellers“ ein Album voll unprätentiöser Titel, die den Singer / Songwirter-Mechanismus kaum zu sprengen wagen. Der ehemalige Karate-Frontmann dreht mit zehn Songs die Lautstärke herunter und lädt zur Besinnlichkeit ein. Dabei wird er unweigerlich zum…
Sicherlich soll Metal nicht unbedingt entspannen, aber was Killwhitneydead hier abliefern, ist einfach eine Spur zu anstrengend und durcheinander. Das Quintett aus North Carolina prügelt sich recht wüst durch ihren mit Hardcore und Chaos angereicherten Death / Thrash-Mix, verpasst es aber leider, Songs zu schreiben.Die Band um Matt Rudzinski, der die einzige Konstante der Band…
Im Vorprogramm von und auf der Platte mit Mike Patton und seinem damaligen Projekt Peeping Tom fiel das Dub Trio erstmals wirklich breitenwirksam auf, obwohl die New Yorker schon einige Veröffentlichungen vorzuweisen hatten. Nun gibt es ihren neuen, ihren dritten Silberling und der hat natürlich wieder etwas mit Patton zu tun. Und klingt exakt so,…
Im Prinzip gehört das Trio um Chad Stokes (Dispatch) zum Genre der Politrocker – obwohl das in Bezug auf diese wahrlich abenteuerliche Scheibe nicht weiter hilft: Der erste Track ist eine Prog-Rock-Nummer mit Death-Metal-Passagen, dann geht es weiter mit Ska- und später Reggae-Rhythmen, es folgt eine Folk-Ballade, dann gibt es Schrammelrock und schließlich angedeutete World-Beats…
Chaos und Cross-Over sind wieder hip, wer als Musiker etwas auf sich hält, der spielt von allem ein wenig, dreht einfach mal ein wenig durch und wenn ihn jemand scheiße findet, sagt er: „Du verstehst meine Musik nur nicht. Das ist Kunst.“ Darum finden alle The Mars Volta toll. Oder Trail Of Dead. Oder die…
Markus Rill ist der einzige deutsche Act auf dem Blue Rose-Label, wie immer wieder betont wird. Er ist aber auch jemand, der darauf so rein gar nichts gibt, sondern lieber auf seine unbestreitbar vorhandenen musikalischen Meriten verweist. Und diese fügen sich nahtlos ein in das Americana-Umfeld, aus dem heraus alle Blue Rose-Acts entspringen. Allerdings ist…