Ein wenig seltsam ist diese Scheibe schon: Da veröffentlichte 2004 das Französische Duo Nouvelle Vague eine vielbeklatschte Debüt-CD mit Cover-Versionen in rauchig-ruchigem New Wave-Bossa Nova-Jazz-Sound. Und nun gibt es bereits eine Art Hommage an dieses Konzept: Einen Sampler auf dem – neben Nouvelle Vague – Kollegen aus dem Indie-Umfeld ihre Sichtweise des Nouvelle Vague Sound-Universums darlegen. Von David Sylvian über Cibelle bis zu Anja Garbarek geben sich also – zusammen mit einer Vielzahl französischer Kollegen – diverse Acts die Ehre und dazu gibt es Reworkings klassischer Charlie Rich-, Glen Campbell-, Shirley Horne- oder Julie London-Tracks sowie ausgegrabenes New Wave Urgestein wie die Pale Fountains oder The Special A.K.A. Was die Sache zusammenhängt, ist der Retro-Sound – das wars dann aber auch schon. Selbst wenn die Zielgruppe Nouvelle Vague-Fans sein sollten: Wäre dieses Werk mit einem klarer zu erkennenden Konzept nicht irgendwie sinnvoller umzusetzen gewesen?
„Late Night Tales / Nouvelle Vague“ von Compilation erscheint auf Azuli/Rough Trade.




