Man kann nur hoffen, dass ein Josh Homme diese Platte hört. Und all seine Freundinnen und Freunde, seine Kolleginnen und Kollegen und alle seine Fans. Weil „Bad Milk“ fantastisch ist und wer die Queens Of The Stone Age mag, wird auch Yeast Machine mögen. Mindestens.
Die Band stammt aus Tübingen, gründete sich erst 2021 und releast auf dem Berliner Qualitätslabel Noisolution. Und da passt sie auch hin. Mit ihrem lärmenden, druckvollen, intensiven, eingängigen und doch rohen, ehrlichen Sound, der nach so viel mehr als nach den Queens klingt. Zum Glück.
Natürlich ist das hier auch so was wie Stoner Rock. Aber die fünf Musiker der Yeast Machine verweilen weder nur im Sky Valley noch in Palm Dessert. Viel lieber zocken sie auch mal wuchtigen Alternative, wie wir ihn in den 1990er Jahren geliebt haben, sie sind Indie und Noise, sie sind psychedelisch, ohne sich zu verlieren, sie sind auch mal düster und ganz oft, muss eine weitere Bands genannt werden: Screaming Trees.
Und das alles zusammen vereint sich hier zu einem mächtigen, einem begeisternden Sound, der so viel Groove und Energie besitzt, so viel Kraft und so viel Liebe. Und der bei alle den alten Einflüssen mächtig frisch klingt. „Bad Milk“ kann nicht weg, ist kein Vintage Ding, ist keine neue Platten für die Alten. Nicht nur. Das hier ist aufregendes Zeug und schlicht fantastisch.
„Bad Milk“ von Yeast Machine erscheint auf Noisolution/edel.




