Sie kommen aus Los Angeles. Und sie klingen auch so. Poppunk, Skapunk, Emo. Kurz: das volle Programm von den 1990er Jahren bis heute. Ein großer Spaß, ganz viel Freude, ganz wenige Ecken und Kanten. Aber die würden hier auch stören.
Natürlich kann man Punk auch roh und schroff und verkopft und verfrickelt spielen. Aber man kann das auch einfach mal nicht tun. Denn auch das kann in vielen Momente gefallen und genau richtig sein. Es kann entspannen, beruhigen und glücklich machen. So wie vieles auf dieser Platte von Victory Kid, die bereits 2015 vom amerikanischen Sänger Harrison Nida und dem Schweizer Schlagzeuger Carlo Ribaux gegründet wurde.
Es gehört dazu, dass man bei Bands dieses Genres an andere denkt. In diesem Fall sind das anfangs Goldfinger, später auch die Mad Caddies, New Found Glory und Zebrahead. Und später auch mal an die Donots. Nicht das Schlechteste also und vieles hier ist auch tatsächlich stark. Starke Songs mit Offbeats und Bläsern, mit Tempo und Melodie, mit Groove, Druck und Energie.
Okay, in der zweiten Hälfte von „Catalyst“ haben sich ein paar schwächere Momente eingeschlichen, hier und da klingen Victory Kid ein wenig belangloser und sind mehr Pop als Punk. Aber das stört nur ein wenig. Es sind 13 Songs und die guten sind in der Überzahl. Deutlich.
“Catalyst” von Victory Kid erscheint auf Sbäm/Broken Silence.




