Natürlich kann man jetzt darüber reden, dass Schauspieler Jason Momoa die Band dabei unterstützt hat, diese Platte aufzunehmen. Oder dass zwei der drei Bobby Lees auch bei Jon Spencer zocken (und zeitgleich eine Platte releasen). Sicher interessant. Aber das alles spielt gar keine große Rolle. Weil diese Platte so groß ist.
Zuletzt waren The Bobby Lees noch bei Mike Patton und Ipecac angedockt, machten anschließend Pause und releasen ihr schnelles Comeback nun bei Epitaph. Ein Comeback, das hoffentlich und ziemlich sicher – ey, it’s Epitaph! – viele mitbekommen, viele feiern und viele auch kaufen werden. Kauf mich! Weil es die Band sehr verdient, aber vor allem, weil diese Platte so unglaublich stark ist.
Immer noch spielen Sam Quartin (Vocals, Gitarre), Macky Bowman (Schlagzeug) und Kendall Wind (Bass) irgendwie Garage Rock und Punk, klingen wild, hektisch, böse und euphorisch. Doch das Trio hat hier auch ganz schön am Sound geschraubt und erweitert. Allen voran die vielen Raps von Sam Quartin fallen auf und gefallen sehr. Cross-Over 2026, aber in super, in echt, in pur. Und das mit so viel Groove und Kraft, das einen wahrlich umhaut. Was für ein Vergnügen.
Aber das reicht der Band nicht. „Good Me Good“ kommt mit Akustik-Gitarre und Stimme aus, „All I Got“ hat Phasen wie ein Popsong, „50 Ft“ ist eigentlich von PJ Harvey. Alles zusammen… passt zusammen. „New Self“ geht in einem durch, ist so rund wie kompakt, immer auf den Punkt, immer toll. Meistens mehr.
„New Self“ von The Bobby Lees erscheint auf Epitaph/Indigo.




