Vor zwei Jahren releasten Rat Boy die tolle „Suburbia Calling“-Platte und wir feierten sie durchaus ab, mochten den Mix aus Ska, Dub, Dancehall, Punk und (Brit)Pop, fanden aber auch: „Was vielleicht ein wenig fehlt, sind die Rancid-Momente. Denn so ein bisschen mehr Dreck und Rotz hätte der Platte sicher nicht geschadet.“ Jetzt gibt es Nachfolger. Und der ist: Punk. Dreck. Rotz. Und weiter so wunderschön, melodisch und mitreißend.
Satte 18 Songs haben die Briten mit Tim Armstrong von Rancid aufgenommen und auf die Platte gepackt, jeder einzelne ist ein sehr, sehr toller. Und die alle meisten haben durchaus was von Rancid, ohne wie Rancid zu klingen. Aber der Style, die Attitüde und diese schroffe Eingängigkeit machen Rancid-Fans ganz sicher glücklich. Offbeat-Punk, wie man ihn sich wünscht. Und davon ganz viel auf einer Platte. Danke!
Trotz der Masse an Liedern schaffen es Rat Boy, bestehend aus Jordan Cardy (Gesang & Gitarre) und Liam Haygarth (Bass), Harry Todd (Gitarre) und Noah Booth (Schlagzeug), sich auf „Crash!“ nicht zu wiederholen, nicht zu langweilen. Die Spannung bleibt hoch, die Klasse höher. Immer wieder gibt’s was Neues und ob sie jetzt ein wenig mit Folkpunk spielen oder auch mal Einflüsse von Sex Pistols bis Green Day zulassen, es macht einfach unfassbar viel Spaß, der Band dabei zuzuhören. Immer wieder und immer von Anfang bis Ende.
„Crash!“ von Rat Boy erscheint auf Hellcat Records/Indigo.




