Es dauert nur ein paar Momente. Dann weiß man: Das wird schräg. Das wird auch schwer, anstrengend und anders. Aber das könnte auch ganz schön super werden. Verraten wir direkt: Es wird super. Show Me The Body haben eine super spannende und wirklich aufregende neue Platte gemacht.
Los geht es mit einer „Overture“. Klassisch, jazzig, kitschig, kurz, musikalisch komplett unnötig. Aber dann. Dann gibt’s „Eat For Peace“ mit dieser allerfeinste Suicidal Tendencies-Note. Irgendwie Hardcore, aber 2026er Style. Und mit so viel Groove und noch mehr Coolness. Bitte grinsen Sie jetzt. Und weiter.
Die Band kommt aus New York, Hardcore ist ihr viel zu wenig. Und nur mit Raps zu mischen auch. Das sollen Biohazard machen. Show Me The Body machen mehr. Denn neben ganz viel gutem Sprechgesang, verfeinern sie ihren Sound auch mal mit Banjos oder Ausflügen in Noise, Punk und Industrial, erinnern sie hier an Beck denkt man dort an Soul Glo. Und danach an Danko Jones. Ja vielen Dank auch.
Aber das funktioniert und das ist gut so. So gut. Denn möchte man eben noch ausmachen, kommt man einen Moment später schon aus dem Staunen nicht mehr heraus. Aus dem Feiern, dem Zuhören, dem Bewundern. Weil die Band es durchzieht und konsequent inkonsequent spielt, einen immer wach hält und immer wieder herausfordert. Mit vielen Ideen und schönen Überraschungen. Die Folge: man möchte diese Platte immer wieder hören. Immer wieder. Abgesehen von der „Overture“ vielleicht…
“Alone Together” von Show Me The Body erscheint auf Loma Vista Recordings/Universal.



