Oh. Seit ihrem letzten Album “Sweep It Into Space” sind tatsächlich schon fünf Jahre vergangen. Aber manchmal dauert es eben auch bei alten Hasen etwas länger. Oder weil sie eben genau das natürlich sind? Dinosaur Jr. gründeten sich 1984, „There Near“ ist ihre 13. Platte. Am Ende egal. Das Warten hat sich gelohnt.
Dinosaur Jr. haben sich nicht wirklich verändert. Aber doch was verändert. „Ich habe denselben Verstärker gekauft, den Chris Dixon hatte, als wir unser erstes Album aufgenommen haben“, erzählt Mascis. „Dinosaur“ erschien 1985. Mascis: „Chris hat uns damals bei sich zu Hause mit diesem Amp aufgenommen. Er hat einen wirklich interessanten Sound, den ich schon lange nicht mehr hinbekommen habe. Genau dorthin wollte ich auf diesem Album zurück.“
Manches hier hat seine sanften Seiten (ohne, dass Lieder wie “Walk Me Back” oder auch „Blowin‘ Up“ jetzt sanft sind), anderes kommt mit Tempo und fast schon Wucht daher. „Several Got Away“ zum Beispiel eröffnet grandios. Doch immer ist auch dieses Album in jedem Moment ein Dinosaur Jr.-Album, ein Album von Murph, Lou Barlow und J Mascis. Heißt: Nöliger, genervter Gesang, gleichzeitig eindringlicher, berührender Gesang. Dazu wundervolle Melodien, reife, rohe Gitarren, übertriebene Solos und Fuzz und Energie und Lässigkeit. Hach. So geht Indie, daraus entstand Grunge, das hier ist das Original. Das kann man nicht nicht mögen.
“There Near” von Dinosaur Jr. erscheint auf Jagjaguwar/Cargo.




