Von Dub War redet schon lange niemand mehr. Nur noch: Skindred. Seit 1998 gibt es diese Band schon, seit 1998 reißt sie live alles ab und releast dazu Platte um Platte. Und wird dabei einfach nicht schlechter. Nur größer. Erfolgreicher.
Jetzt gibt wieder neue Musik. Und wieder dauert es nur ein paar Augenblicke, bis man in the mood ist. Einzählen, Titeltrack, Groove, alles bewegt sich. Alle sind happy.
Dabei sind das nicht nur happy-go-lucky-Lieder, der Hintergrund des Titeltracks zum Beispiel ist ein ernster. Sänger Benji Webbes sah im Fitness-Studio, wie ein Mann, der nach einem Schlaganfall seine Reha-Übungen machte, von Trainer seinem Trainer mit genau diesen Worten angefeuert wurde: „You got this.“ Der Vokalist sagt: „Ich konnte den Schmerz und die Anstrengung sehen, aber in diesem Moment wusste ich: Er schafft das. Dieser Satz ist so kraftvoll – und er passt auf so viele Situationen im Leben. Ob man sich von einer Krankheit erholt oder für Prüfungen lernt – Songs, die Menschen in schwierigen Zeiten aufrichten, sind für mich das Wichtigste. Genau dafür bin ich auf dieser Welt.“
Aber natürlich macht auch diese Platte unfassbar viel Spaß. Auch hier gibt es den herrlich-mitreißenden Cross-Over aus Rap und Metal und Dancehall, fiese Riffs, fette Riffs und so viel Energie, Kraft und Intensität. Sogar, wenn sie es mal etwas ruhiger angehen lassen. Respekt.
Zehn Songs sind auf der Platte. Entspannte Reggae-Sachen wie „Broke“ genau wie übertrieben mächtige Brecher wie „This Is The Sound“ oder poppigere Sachen wie „Can I Get A“. Jeden einzelnen würde man sich gerne mal live geben. Weil jeder einzelne live noch einen Zacken mehr berühren und bewegen würde. Wie immer wahrscheinlich. Seit fast 30 Jahren Skindred.
“You Got This” von Skindred erscheint auf Earache Records/edel.




