Wahnsinn. Was für ein alter Haufen. Diese Band gibt es seit bereits 30 Jahren, zuvor zockten einige von ihnen schon bei Godspeed. Man weiß also, wie es geht. Und genau so klingt es auch. “Fading Failing Ruin” ist ein amtliches, ein mächtiges und ultra-souveränes Album zwischen Stoner Rock, Doom und Blues. Old School. Natürlich.
Es sind „nur“ neun Songs, die Platte aber ist trotzdem bis zum Rand gefüllt. Wenn doch ein Song fast 15 Minuten, ein anderer über 10 Minuten dauert und auch die meisten vom Rest mit Überlänge aus den Boxen stampfen. Die Band lässt sich Zeit und hat die Ruhe dafür. Und die Reife. Wir haben das Vergnügen. Denn das ist einfach wuchtig, einfach richtig stark.
Solace, die in New Jersey beheimatet sind und es einst auf den Tony Hawk’s Underground Soundtrack schafften, haben das Gespür für Song und Groove und dafür schauen sie nicht auf Genres oder Einflüsse, sondern immer auf den Song. Wenn hier Ozzy passt, dann denken wir eben an Black Sabbath. So what! Und es dann stoniger, doomiger, dunkler oder psychedelischer werden muss, dann wird es genau das, und wenn „Beyond Below“ mit einer feinen Grunge Note besser wird, dann soll der Song sie bekommen. Trotzdem brechen Solace hier nicht mit dem Rest. Kein einziges mal. Das passt hier alles ganz wunderbar zusammen und ergibt eine hoch spannende, eine sehr, sehr starke neue Platte.
“Fading Failing Ruin” von Solace erscheint auf Magnetic Eye Records.




