Codefendants sind Fat Mike von NOFX, Sam King von Get Dead und Julio “Ceschi” Ramos. Zusammen haben sie eine wirklich wundervolle neue Platte gemacht, die sich partout nicht einfangen lassen will. „Lifers“ ist wild bis wirr, immer wieder anders, sehr, sehr durcheinander, aber fast immer auch sehr, sehr gut. Ultimativ Punk.
Natürlich spielen die Herren hier auch klassischen Ami-Punkrock von der Küste und immer wieder muss man auch an NOFX denken. Wenn Mike singt, wenn sie typische, gefühlt fast schon bekannte Melodien und Aufbauten zocken. Aber das ist tatsächlich nur einer kleiner Teil der Summe, die sie Codefendants nennen.
Codefendants sind auch ganz viel Rap, sind Beats, Elektro und Club. Heißer Scheiß, aber in dreckig, dunkel, böse und gemein. Wunderschön. Und wenn man sich einen Song wie „Rivals“ anhört, regelrecht mitreißend. Hier macht The D.O.C. mit, Hip Hop-Urgestein mit N.W.A-Wurzeln und an Platten wie Dr. Dres „The Chronic“ und „Doggystyle“ von und Snoop Doggy Dogg beteiligt.
Und auch das ist nicht alles. Die Band experimentiert mit Reggae, mit mexikanischer Folklore, mit Klavier-Balladen. Mit so viel und wenn sie am Ende wie ein Jam aus Blink 182 und Jay-Z (und NOFX!) klingen, dann verwundert das nicht mehr einen Moment. Weil zuvor schon so viel passiert ist. Und so viel so sehr gefallen hat.
“Lifers” von Codefendants erscheint auf This Is Crime Wave.




