Hannah Aldridge ist die Tochter von Walt Aldridge, den Eingeweihte vielleicht als graue Eminenz der Muscle Shoal Southern Soul-Szene kennen mögen. Auf diesem Album wird Hannah Aldridge unterstützt von Jason Isbell und dessen Band – die ebenfalls aus Muscle Shoals stammen. Inspiriert von dem gemeinsame Erbe und Hannahs „anderer“ Heimatstadt Nashville (wo ihr Vater natürlich auch tätig war), gelingt dem Team nun eine vollsatte Americana-Scheibe, die musikalisch tatsächlich so etwas ist, wie das Musik gewordene Dickens-Werk „Tale Of Two Cities“. Es gibt hier nämlich das Beste von beiden Welten – Southern-Soul und originäre Country-Musik, die von Isbell und seiner Band betont rockig ausgelegt wird und von Hannah einfühlsam und betont persönlich dargeboten wird.
Damit noch nicht genug der Referenzen: Hannas sechsjähriger Sohn heißt Jackson – nach Jackson Browne – und dem widmete die ausgebildete Pianistin den Song „Black & White“, in dem sie sich nach einer einfacheren, weniger hektischen Welt als der unseren sehnt, was wiederum den musikalischen Tenor des Albums mit einschließt. Wenn es einen Preis für das schlüssigste Americana-Album des Jahres gäbe, gebührte dieser zweifelsohne Hannah Aldridge für „Razor Wire“.
„Razor Wire“ von Hannah Aldridge erscheint auf Trodden Black.




