Mit seinem letzten Album „Hello, Hi“ – das der kalifornische Sound-Wizard Ty Segall vor einigen Monaten heraushaute, hatte es der…
Mit seinem letzten Album „Hello, Hi“ – das der kalifornische Sound-Wizard Ty Segall vor einigen Monaten heraushaute, hatte es der Meister wohl etwas übertrieben mit dem Hippie-Tum. Das könnte man jedenfalls in den nun vorliegenden Nachfolger hineininterpretieren, denn wenngleich Segall auch auf diesem Werk erneut überraschend oft zur akustischen Gitarre greift, sind es dann doch…
Mit ihrem ungewöhnlichen Mix aus Indie-Pop, Post- und Krautrock-Elementen und orientalischen Vibes überraschte das Allstar-Ensemble Oum Shatt vor sechs Jahren mit einem Debüt-Album, wie man es in solcher Form gewiss noch nicht gehört hatte. Wie das so ist mit Bands, die aus den Mitgliedern anderer Acts (hier etwa Fenster, Die Türen, oder Peaches) bestehen, ließ…
„On An Island“ ist sozusagen das Pandemie-Projekt des norwegischen Melancholikers Sivert Høyem geworden. Es entstand in einer alten Kirche in der Fischer-Exklave Nyksund – 45 Auto-Minuten entfernt von Høyems Geburtsort, auf demselben Breitengrad wie Sibirien gelegen und heutzutage nur von neun Einwohnern ganzjährig besiedelt. In dieser besonderen Art von Lockdown erschuf Sivert zusammen mit dem…
Platte der Woche KW 03/2024 Sicher, nicht alles, was Sleater-Kinney zuletzt gemacht haben, ist so richtig toll gewesen. Umso schöner ist, dass die neue Platte genau das ist. Richtig toll! Rotzig, roh und manchmal aufregend. Dabei ist der Ursprung das genaue Gegenteil, wird hier doch der Unfalltot der Eltern von Carrie Brownstein verarbeitet. „Ich glaube,…
„Neverheart“ ist ja nun auch schon wieder das zehnte Studioalbum von Maximilian Hecker. Es ist wohl auch das schwermütigste und traurigste. Und das, obwohl Hecker das Album eigentlich in schwarz und weiß konzipierte. Wie er allerdings in Songs wie „Fall In Love, Fall Apart“ demonstriert, spielt das keine große Rolle, da den durchaus angestrebten hellen…
Ja. Sie klingen wie. Aber kann man einer Band ihren guten Geschmack vorwerfen? Aber natürlich nicht. Wer wäre wir denn. Wir fühlen ja wie sie. Ich fühle wie sie. Alice In Chains? Legenden und Erschaffer wundervoller Musik. Dead Eyed Creek nun huldigen diese Band auf ihrer ersten Platte. Mit eigenen Songs, aber einem unüberhörbaren Einfluss.…
Die Globalisierung mag auch in der Musikszene zu einem immer stärken Angleich der Standards führen, am Original geht trotzdem nur selten ein Weg vorbei. Während es in Deutschland praktisch keine Indierock-Bands gibt, die nicht mehr oder weniger heimlich auf den Mainstream-Erfolg schielen und deshalb vorsorglich von der ersten Probe an all die Ecken und Kanten,…
Man könnte es sich einfach machen und sagen, dass die New Yorker Songwriterin Lizzie No Musik wie ihre Kollegin Allison Russel mache – nur weil letztere auf ihrer neuen LP „Halfsies“ als Gast-Sängerin mitmacht. Oder jene wie Valerie June – vielleicht weil Lizzie diese in ihrem Basic Folk Podcast interviewt hat. Oder solche wie Rhiannon…
Es gab in den Nullerjahren eine Zeit, da erschienen jede Woche Scheiben in der Art, wie sie das Sextett Brown Horse aus Norwich nun als Debüt-Album vorlegt: Relaxter Americana-Slow-Core mit einer erkennbaren Neil Young-Affinität ausgelebt und mit Spuren von Genre-Vorreitern wie den Cowboy Junkies, Songs Ohia, The Band oder Uncle Tupelo/Wilco angereichert. Diese Zeiten sind…