Joe Henrys neues Werk heißt „Reverie“. Das heißt wörtlich „Träumerei“ und in liturgischer Hinsicht „Hingebung“. Irgendwo dazwischen ist wohl das…
Joe Henrys neues Werk heißt „Reverie“. Das heißt wörtlich „Träumerei“ und in liturgischer Hinsicht „Hingebung“. Irgendwo dazwischen ist wohl das musikalische Äquivalent zu suchen. Seit seinem Flirt mit alten Blues-Mastern – namentlich Solomon Burke und den Blind Boys Of Alabama – hat es der Meister ja auch selbst gerne mit Blues und Gospel. Das neue…
Dass es ein Mal eine Solo-CD von Marketa Irglova geben würde, war gar nicht so selbstverständlich. Denn noch anlässlich der Promotion des zweiten Swell Season-Albums zeigte sie sich damit zufrieden, hinter ihrem Entdecker und Partner Glen Hansard in der zweiten Reihe zu stehen. Nun, das war, bevor sie – nach einen Oscar für den Song…
The Real Tuesday Weld – das ist Mastermind Stephen Coates alias The Clerkenwell Kid und seine Mannen plus Gäste – bieten auch auf dem neuen Werk einen Gegenentwurf zur allgemein akzeptierten Pop-Ästhetik. Das Album basiert auf dem Roman „The Last Werewolf“ von Glen Duncan (der in den Spoken Word-Partien auch selbst mitspielt) und ist als…
Aktuell kümmert er sich eher um seinen Sohn Fynn und dessen Band The Picturebooks. Davor aber war Claus Grabke mit reichlich eigenen Projekten am Start. Mit Thumb, klar, mit den Alternative Allstars und auch der Band, die seinen Namen trug. Ganz am Anfang aber spielte er mit den Eight Dayz und verdiente sich erste Sanges-Sporen.Die…
Zwischen den Veröffentlichungen von Richard Buckner liegen immer einige Jahre – dieses Mal sechs -, dennoch ist es nie schwierig, sich in seiner Welt zurecht zu finden, denn er hat ja einen recht eigenen Stil entwickelt, der sich vor allen Dingen in seinem sonor brummenden Gesangsorgan manifestiert. Auf seinem neunten Album zehrt der Auteur von…
Bei uns noch neu, in ihrer Heimat, der Schweiz, längst Überflieger sind Aloan aus Genf. Aloan haben sich eine recht attraktive Melange zusammengelegt. Nominell machen sie gutgelaunte, tanzbaren Indie-Pop mit leichtem Retro-Touch, zu dem Frontfrau Lyn M im Prinzip Blues-Linien singt, wie sie Amy Winehouse auch nicht besser hinbekommen hätte und gelegentlich sprechsingt MC Granite…
„Zerbrechliche Indie-Balladen folgen auf schroffe Gitarren, es kommen Bläser, Banjos, eine Mundharmonika und Streicher zum Einsatz, es gibt Country, Lo-Fi, Pop, Folk. Nach ein, zwei, drei Durchgängen ertappt man sich dabei, wie man sich in Claudias Stimme verliebt, wie man diese kleinen Spielereien mag und die musikalische Vielfalt zu schätzen weiß.“ Das schrieb der Kollege…
Eine lange Reise hat der Isländer Helgi Jonsson hinter sich gebracht. Sowohl räumlich (über den Umweg Graz etwa, wo er sich die deutsche Sprache mit einem charmanten österreichischen Akzent aneignete) wie auch musikalisch: Vom Posaunisten im isländischen Symphonieorchester über den Sidekick für andere Künstler wie Tina Dico oder Teitur bis hin zum Songwriter von eigenen…
Letzte Woche stellten wir an dieser Stelle noch Iceage aus Kopenhagen vor: Vier Jungspunde, die zwölf Punks-Songs in etwa 25 Minuten durchprügeln. Nun, Cerebral Ballzy schaffen die zwölf Stücke in unter 20 Minuten. Dennoch sind einige Gemeinsamkeiten festzustellen: Cerebral Ballzy sind mit 19-20 Jahren ebenfalls noch blutjung, stehen auf Punk und Hardcore und sind gerade…