Drei Mal hat DevilDuck-Chef Jörg Tresp bewiesen, dass eine gute Compilation keine exklusiven Songs braucht, um zu überzeugen. Seine „About…
Drei Mal hat DevilDuck-Chef Jörg Tresp bewiesen, dass eine gute Compilation keine exklusiven Songs braucht, um zu überzeugen. Seine „About Songs“-Zusammenstellungen glänzten – wie jedes gute Mixtape – mehr durch ihre Geschmackssicherheit denn durch exklusives Liedgut. Mit dem weihnachtlichen vierten Teil der Serie geht der Hamburger Labelmacher gleich in mehrfacher Hinsicht neue Wege. Erstmals widmet…
Mit seinem großartigen letzten Album, „Du kannst mich an der Ecke rauslassen“, hatte Niels Frevert den Indierock endgültig aus seiner Musik gestrichen, nun verbannt er auch noch die kryptischen Innenansichten aus seinen Texten. Auf „Zettel auf dem Boden“, seiner vierten Platte als Solist, präsentiert sich der Hamburger Musiker als sensibler Geschichtenerzähler, der trotz eines gewissen…
Craig Fortnam und sein North Sea Radio Orchestra mögen zwar in London ansässig sein – sie leben jedoch in einer ganz eigenen Welt. In den 70ern gab es mal eine Musikrichtung, die bemüht war, aus Elementen klassischer Musik (meist Prä-Barocker Natur) und Prog-Rock eine eigene Gemengelage zu erschaffen. Das nannte man dann Klassik-Rock – ein…
Alesana sind nun bei Epitaph gelandet. Für sie selbst ist das super, ganz klar, und für Gitarrist Shawn Milke ein „riesiger Schritt für die Band. Wir könnten nicht glücklicher sein.“ Ob das nun aber auch so für das Label spricht? Eher nicht, ehrlich gesagt. Denn so wirklich aufregend sind Alesana ja einfach nicht. Sie sind…
Chris Hooson ist zweifelsohne der größte Misanthrop der neueren Weltgeschichte. Im Vergleich zur demonstrativ zur Schau gestellten Selbstverachtung des Mannes wirken die diesbezüglichen Beteuerungen etwa eine Robin Proper-Sheppard wie eine Comedy-Hour. Das, was Hooson überhaupt am Leben erhält, ist seine Partnerin Johanna, der er dieses Doppelalbum widmete. Alle Stücke sind für und über Johanna (außer…
Bislang fiel Niels Frevert vor allen Dingen durch seine phantasievollen Texte zwischen lyrischer Verspieltheit und der verblüffend umgangssprachlich formatierter Gebrauchsphilosophie auf. An denen feilt er auch gerne mal etwas länger herum, so dass eine Pause von drei Jahren zwischen den Veröffentlichungen nicht ungewöhnlich ist. Das Warten hat sich indes ziemlich gelohnt, denn auf dem neuen…
Das ist nun Tom Waits‘ zwanzigstes Studioalbum – und wenn überhaupt, dann hat er die längere Zeit seit seinem letzten Werk dazu genutzt, jünger zu werden. Jedenfalls geht der Mann, der zwischenzeitlich die 60 überschritten hat, mit einer ungestümen, jugendlichen Frische ans Werk. Die 14 Songs sind alle überschaubar lang und zuweilen hält sich der…
Besonders aufdringlich kommt Muriel Zoe auf ihrem vierten Werk wahrlich nicht daher. Ganz im Gegenteil: Es scheint geradezu so, als wolle sie sich mit besonders zurückhaltenden Tönen ins Bewusstsein singen. Das könnte klappen, denn die heitere Gelassenheit als Grundtendenz liegt der Frau, die zunächst in die Jazz-Richtung wanderte, auch im Songwriter-Genre. Und dieses bedient sie…
Das wahrscheinlich nach wie vor einzige französisch/finnische Duo The Dø gehört zu der Kategorie „nickelige kleine Musik-Anarchisten“. Das, was Dan (D) und Olivia (Ø) hier auf dem zweiten Werk zusammenschrauben (bzw. -klauben), ist quirliger, angeschrägter Indieopop ohne Respekt vor irgendetwas. Was die Wahl ihrer Mittel betrifft, sind sie dabei nicht zimperlich. Es geht los mit…