Peter Broderick lebte und arbeitete zuletzt in Berlin. Zum Glück hat sich das auf seine Musik nicht wesentlich ausgewirkt (etwa…
Peter Broderick lebte und arbeitete zuletzt in Berlin. Zum Glück hat sich das auf seine Musik nicht wesentlich ausgewirkt (etwa indem diese urbaner wäre). Nach wie vor ist der Kern seines Tuns relativ simpel: Irgendein akustisches Instrument (bei dieser Auftrags-Doku-Film-Musik sogar gelegentliche die menschliche Stimme) und dazu noch ein Sampler und viel Atmosphäre und Raum.…
Die American Werewolf Academy ist ein Trio aus Dallas in Texas – hat aber mit Americana oder Roots nichts am Hut. Stattdessen gibt es strammen Garagenrock mit Punk-Flair. Im klassischen Stile eines Gitarrenbasierten Trios haben sich die Jungs konsequent dem Powerpop verschrieben. Die Scheibe fängt auch mit zwei, drei Gassenhauern mit Mitgröl-Charakter vielversprechend an –…
Nach längerer Zeit der bloßen Lohnarbeit für verschiedene Projekte (hauptsächlich als Mitstreiter von Ryan Adams Cardinals) und als Chef seiner Retro Band Hazy Malaze, im Rahmen derer er auch als Filmmusik-Berater („Country Strong“) und Fotograf in Erscheinung trat, fand Neal Casal wieder ein Mal Zeit, ein Album unter eigenem Namen zu veröffentlichen. Dabei nutzte der…
Maïa Vidal ist französisch/US-amerikanischer Abstammung und lebt und arbeitet heutzutage in Barcelona. Dort nahm sie auch mit spanischen Musikern und Marc Ribot als Gast dieses zauberhafte Album auf. Im Prinzip grast Maïa auf derselben Wiese, wie das Minimal-Asketinnen wie Agnes Obel auch tun – allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Oft erst im letzten Drittel der…
Drei Mal hat DevilDuck-Chef Jörg Tresp bewiesen, dass eine gute Compilation keine exklusiven Songs braucht, um zu überzeugen. Seine „About Songs“-Zusammenstellungen glänzten – wie jedes gute Mixtape – mehr durch ihre Geschmackssicherheit denn durch exklusives Liedgut. Mit dem weihnachtlichen vierten Teil der Serie geht der Hamburger Labelmacher gleich in mehrfacher Hinsicht neue Wege. Erstmals widmet…
Mit seinem großartigen letzten Album, „Du kannst mich an der Ecke rauslassen“, hatte Niels Frevert den Indierock endgültig aus seiner Musik gestrichen, nun verbannt er auch noch die kryptischen Innenansichten aus seinen Texten. Auf „Zettel auf dem Boden“, seiner vierten Platte als Solist, präsentiert sich der Hamburger Musiker als sensibler Geschichtenerzähler, der trotz eines gewissen…
Craig Fortnam und sein North Sea Radio Orchestra mögen zwar in London ansässig sein – sie leben jedoch in einer ganz eigenen Welt. In den 70ern gab es mal eine Musikrichtung, die bemüht war, aus Elementen klassischer Musik (meist Prä-Barocker Natur) und Prog-Rock eine eigene Gemengelage zu erschaffen. Das nannte man dann Klassik-Rock – ein…
Alesana sind nun bei Epitaph gelandet. Für sie selbst ist das super, ganz klar, und für Gitarrist Shawn Milke ein „riesiger Schritt für die Band. Wir könnten nicht glücklicher sein.“ Ob das nun aber auch so für das Label spricht? Eher nicht, ehrlich gesagt. Denn so wirklich aufregend sind Alesana ja einfach nicht. Sie sind…
Chris Hooson ist zweifelsohne der größte Misanthrop der neueren Weltgeschichte. Im Vergleich zur demonstrativ zur Schau gestellten Selbstverachtung des Mannes wirken die diesbezüglichen Beteuerungen etwa eine Robin Proper-Sheppard wie eine Comedy-Hour. Das, was Hooson überhaupt am Leben erhält, ist seine Partnerin Johanna, der er dieses Doppelalbum widmete. Alle Stücke sind für und über Johanna (außer…