Platte der Woche KW 36/2006 Nina Nastasia ist eines dieser zerbrechlichen Schattengewächse, die trotz aller Umstände immer wieder gelegentlich aufblühen.…
Platte der Woche KW 36/2006 Nina Nastasia ist eines dieser zerbrechlichen Schattengewächse, die trotz aller Umstände immer wieder gelegentlich aufblühen. Nachdem sie mit dem von John Peel anerkennend „erstaunlich“ bezeichneten Album „Dogs“ erstmalig für Furore sorgte, folgte das rabenschwarze, zerrissene „The Blackened Air“ und das noch desolatere und rabiate „Run To Ruin“, auf dem sie…
Das Marburger Trio Tent bringt mit ihrer CD oder besser gesagt EP „Do Something“ ihre erste Veröffentlichung auf den deutschen Markt und beweist, dass man anhand von 12 Minuten schon einen soliden Grundeindruck hinterlassen kann. Fünf Songs, die allesamt die Länge von den radiotauglichen drei Minuten unterbieten, sind ein schöner Querschnitt durch das Indie-Rock-Geflecht, erfinden…
Wie schön unbekümmert und zugleich aber auch tiefgründig das musikalische Leben sein kann, zeigt uns die französische Gruppe Rhesus, die mit „Sad Disco“ ihren ersten Tonträger in die hiesigen Läden stellt. 12 Songs formieren sich zusammen, um eine Armee aus Fröhlichkeit und durchdachtem Grundmanifest gegen den tristen Einheitsbrei der Äther zu bilden. Dabei wird schnell…
Sechs Songs, 50 Minuten Spielzeit, veröffentlicht auf dem von Mogwai ins Leben gerufenen Label Rock Action Records – mehr braucht man über diese Platte fast gar nicht zu sagen. Growing zelebrieren sphärische Klangflächen, die ohne Beats auskommen und dafür auf kunstvoll verwobene Gitarreneffekte setzen, die hier keinesfalls nur Beiwerk sind, sondern die Struktur (sofern man…
Wer Dänemark bislang nicht auf seiner musikalischen Landkarte hatte, wird spätestens nach dem Debütalbum von Campsite umdenken müssen. Neben Labrador, Lampshade oder Joycehotel gehören Campsite zu einer neuen Riege dänischer Popmusik. Ähnlich manchen schwedischen Bands gelingt es den Dänen auf „Names, Dates & Places“ in bestechender Weise aktuelle Trends internationaler Rock und Popmusik zu adaptieren…
Tunng sind eigentlich ein Songwriting-Projekt. Das merkt man aber erst beim zweiten Durchhören. Zunächst klingt das Material nach Frickel-Elektronik, denn es fallen vor allem Tracks ins Auge, in denen Obskure O-Töne zerhackt und mit pluckernden CD-Lesefehler-Loops aufbereitet werden. Diese Collagetechnik ist allerdings kein Selbstzweck, sondern dient der zeitgemäßen Inszenierung klassischer Folk-Songs im Stile der späten…
So soll sich die Folkmusik des neuen Jahrtausends anhören: Verwurzelt in den Traditionen der Vergangenheit, aber trotzdem ohne den Zwang, sich von alten Konventionen und Strukturen aufhalten zu lassen. Hinter dem Namen Our Brother The Native verstecken sich drei junge Amerikaner, keiner von ihnen älter als 18 Jahre, die auf ihrem Erstling ihren Ideen und…
Blood On The Wall ist ein Trio aus New York – und das hört man dieser Scheibe in dem Fall tatsächlich auch an. Es gibt soliden, ruppigen Dilettantenrock – so wie ihn junge Bands für sich erfinden müssen, um sich verwirklichen zu können – der im Verlaufe der kurzen, aber knackigen CD immer wilder zu…
Nein! Mit Deutschpunk und den Schlachtrufen hat die Die Anarchistische Abendunterhaltung nichts zu tun. Denn erstens kommt die Band aus Belgien und zweitens spielt sie keinen Punk, sondern Jazz und vieles mehr und ist vielleicht gerade deswegen trotzdem Punkrock.Ist es nämlich nicht Punkrock, wenn man macht, was man will und klassische Musik mit der Stimmung…