Max Richter ist – genau genommen – eigentlich kein Pop-Musiker im klassischen Sinne, sondern eher ein Komponist und Arrangeur. Vergleichbar…
Max Richter ist – genau genommen – eigentlich kein Pop-Musiker im klassischen Sinne, sondern eher ein Komponist und Arrangeur. Vergleichbar mit Matthew Herbert – aber musikalisch ganz anders orientiert – arbeitet Richter mit klassischen Methoden, „gefundenen“ Beiträgen in der Art von Readymades (auf dieser Scheibe Kurzwellenradio-Aufzeichnungen) und Gastbeiträgen, wie hier zum Beispiel die von Robert…
Rechtzeitig zu jenem Zeitpunkt, zu dem ihre Filmkarriere einen – sagen wir mal – unkonkreten Status erreicht hatte, gelang es Juliette Lewis, sich mit ihrem Musikprojekt The Licks ein neues Standbein aufzubauen. Momentan räumt sie diesem sogar den breiteren Raum ein. Das Erstaunliche dabei ist eigentlich nur, dass die Sache mit der Rockband absolut glaubwürdig…
Die große Retrowelle rollt heran und schwappt mit enormer Gewalt an Land, um wirklich auch den Letzten mit der guten, alten Musik nass zu machen. Im Zeichen von Wolfmother und Konsorten läutet die irische Band The Answer mit „Rise“ weiterhin Papas Jugendjahre ein und zelebriert postpubertären Langhaarrock. Das wirkt manchmal aufgesetzt, aber auch erfrischend gut,…
Wenn ein vergleichsweise unbekannter Musiker aus Memphis mit Freunden und Bekannten ein paar Songs einspielt und das Ergebnis dann höchstselbst an die lokalen Dealer verteilt, wenn dieses Produkt dann so erfolgreich ist, dass im Nachhinein noch ein kleines Label einsteigt um Harlans Musik schließlich nach Übersee zu tragen, dann sorgt das für sympathievolles Interesse. Interesse,…
Platte der Woche KW 36/2006 Nina Nastasia ist eines dieser zerbrechlichen Schattengewächse, die trotz aller Umstände immer wieder gelegentlich aufblühen. Nachdem sie mit dem von John Peel anerkennend „erstaunlich“ bezeichneten Album „Dogs“ erstmalig für Furore sorgte, folgte das rabenschwarze, zerrissene „The Blackened Air“ und das noch desolatere und rabiate „Run To Ruin“, auf dem sie…
Das Marburger Trio Tent bringt mit ihrer CD oder besser gesagt EP „Do Something“ ihre erste Veröffentlichung auf den deutschen Markt und beweist, dass man anhand von 12 Minuten schon einen soliden Grundeindruck hinterlassen kann. Fünf Songs, die allesamt die Länge von den radiotauglichen drei Minuten unterbieten, sind ein schöner Querschnitt durch das Indie-Rock-Geflecht, erfinden…
Wie schön unbekümmert und zugleich aber auch tiefgründig das musikalische Leben sein kann, zeigt uns die französische Gruppe Rhesus, die mit „Sad Disco“ ihren ersten Tonträger in die hiesigen Läden stellt. 12 Songs formieren sich zusammen, um eine Armee aus Fröhlichkeit und durchdachtem Grundmanifest gegen den tristen Einheitsbrei der Äther zu bilden. Dabei wird schnell…
Sechs Songs, 50 Minuten Spielzeit, veröffentlicht auf dem von Mogwai ins Leben gerufenen Label Rock Action Records – mehr braucht man über diese Platte fast gar nicht zu sagen. Growing zelebrieren sphärische Klangflächen, die ohne Beats auskommen und dafür auf kunstvoll verwobene Gitarreneffekte setzen, die hier keinesfalls nur Beiwerk sind, sondern die Struktur (sofern man…
Wer Dänemark bislang nicht auf seiner musikalischen Landkarte hatte, wird spätestens nach dem Debütalbum von Campsite umdenken müssen. Neben Labrador, Lampshade oder Joycehotel gehören Campsite zu einer neuen Riege dänischer Popmusik. Ähnlich manchen schwedischen Bands gelingt es den Dänen auf „Names, Dates & Places“ in bestechender Weise aktuelle Trends internationaler Rock und Popmusik zu adaptieren…