Bei RubberSlime handelt es sich – der Name deutet es ganz dezent an – um die Zusammenlegung der Ur-Punkbands Slime und Rubbermaids. Und damit dürfte klar sein, mit was wir es hier zu tun haben: Deutschpunk, der besser ist, als es das Genre gewöhnt ist. Oder wie es die Band selber beschreibt: „Die Texte sind auf deutsch, haben aber nichts mit Hamburger Schule am Hut, die Musik ist Punk, dennoch ergibt beides zusammen keinen ‚Deutschpunk‘!“ Nicht ganz falsch.
Von Slime sind DJ Celtic am Mikro und Elf (Gitarre und Gesang) dabei, Minne (ebenfalls Gitarre und Gesang) und Dynamike (Schlagzeuger) waren früher bei den Rubbermaids. Lediglich Basser Reiner wird charmant als „Neuzugang“ angekündigt. Zusammen haben sie nun ihr erstes Studioalbum fertig, nachdem es die Band bisher nur auf der Bühne und in Form eines Live-Albums zu erleben gab. Mit „Rock’n’Roll Genossen“ wird zwar nicht die Klasse der Vorgängerbands erreicht, eine mehr als solides und zum Teil richtig gute Scheibe ist es dann aber schon geworden. Die zwölf Songs kommen straight, simpel, kräftig und sind mit feinen Melodien ausgestattet, der Pop-Faktor ist gekonnt gewählt, das Mitsingen schnell möglich und auch textlich geht es in die erwartete Richtung. Fazit: Sollte nicht nur Alt-Punks gefallen.
„Rock’n’Roll Genossen“ von RubberSlime erscheint auf Dröönland/Rough Trade/Pias.




