Madsen haben so etwas mal in Hamburg gemacht, nur spielten sie jeden Abend eine andere Platte. Kraftklub taten es auf dem Reeperbahn Festival. Nur waren es mehr Shows und alle an einem Abend. Anfang 2026 haben Pup sechs Shows an sechs Abenden in ihrer Heimatstadt Toronto gespielt. Erst ein Hauskonzert, dann wurde es größer bis groß. Jetzt darf man sich das anhören. Aber: nur auf Platte. Und die gibt es nur im Band-Shop und im Indie-Handel. Punkrock? So was von. Wieder einmal.
Und genau so klingt das hier auch. Roh, schroff, schräg und: schön. Pure Pup, direkt von der Bühne auf den Plattenspieler. Und die Fans gleich mit dazu. Denn hier fühlt man das Erlebnis und die Energie, hier ist man nicht mittendrin, aber doch dabei. Und feiert die 13 Songs, die nicht nur vom letzten Album stammen. Das hier ist ein Best of the Band, das hier sind Hit auf Hit.
„Morbid Stuff“ eröffnet, „Kids“ erhöht noch mal den Schwitz-Faktor, danach geht es bunt und bunter weiter. „No Hope“ und „Dark Days“, „Sleep In The Heat“ und “See You At Your Funeral” und ganz viel mehr bis zu “If This Tour Doesn’t Kill You” und “DVP” am Ende. Und jeder einzelne Song wird gnadenlos gezockt (auf der Bühne) und abgefeiert (vor der Bühne). Einfach gut, einfach auf den Punkt. Klasse Platte.
“Megacity Madness (The Official Live Recordings)” von Pup erscheint auf Rise Records.




