Azniv Korkejian ist eine wahre Weltenbummlerin: Als Kind armenischer Eltern in Syrien geboren, verbrachte sie ihre Kindheit in Saudi-Arabien und war später in den USA an beiden Küsten heimisch, bis sie in Los Angeles ins Visier von Matthew E. Whites Spacebomb-Label geriet. Vor inzwischen fast zehn Jahren begab sich die Singer/Songwriterin auf ihrem selbstbetitelten Erstling auf die Spuren von Laura Marling, Jessica Pratt oder Julie Byrne und wusste mit zeitlosem Vintage-Charme begeistern.
Für ihr neues Album, „Neon Summer Skin“, ließ sich Bedouine nun von einer emotionalen Reise in die Heimat ihrer Kindheit inspirieren, um ihre intensiven Erinnerungen zwischen Hoffnung und Verlust, Geborgenheit und Entwurzelung in einen aus Melancholie geknüpften Klangteppich fließen zu lassen. Musikalisch bleibt die Künstlerin mit der honigsüßen Stimme dabei ihren 60s-Folk-Wurzeln treu, erweitert ihr Klangspektrum dieses Mal aber nicht nur wegen ihrer Rückkehr zum Klavier merklich.
Im Geiste von Carole King und The Carpenters scheint Bedouine hier bisweilen auf ähnlichen Pfaden wie Weyes Blood unterwegs zu sein, wenn zartes Fingerpicking den Weg ebnet für ausladende Streicherarrangements und warmtönende Bläser oder dezente Schlenker zu Bossa Nova und Psychedelia zeitlos elegant Facettenreichtum sorgen.
„Neon Summer Skin“ von Bedouine erscheint auf Thirty Tigers/Open.




