Schön, dass es Kleinode abseits des Mainstreams wie dieses Debütalbum des niederländischen Duos The Hobknobs auch in unseren durchformatierten Zeiten noch gibt! Mit „Helmets Off“ kredenzen uns Arie van Vliet (Lewsberg) und Yaël Dekker (The Klittens) ein wunderbar unaufgeregtes Glanzstück in Sachen musikalischer Reduktion.
Ganz ohne Hall und die heute sonst allgegenwärtigen Effekte erzeugen die zwei hier maximale Intimität und lassen ihre Lieder lieber in radikaler Klarheit erstrahlen. Unverfälscht klingende Gitarren, spartanische Beats und der Kontrast ihrer Stimmen – mehr braucht es hier (fast) nicht.
Mehr ist tatsächlich auch gar nicht nötig, denn die Chemie zwischen den beiden trägt jeden Song. Mal gesprochen, mal sanft gesungen, entfaltet sich eine direkte menschliche Interaktion ohne störende Schnörkel.
Tracks wie „Easier Listening“ glänzen durch eine beschwingte Schlichtheit, die an anderer Stelle bereits Vergleiche mit Young Marble Giants inspirierte, während das High-Speed-Geschrammel von „Are You Looking For Something?“ auch Fans von The Wedding Present gefallen dürfte.
Mit Texten, in denen feinsinniger Humor genauso eine Rolle spielt wie surreale Poesie, sind The Hobknobs dabei in Songs wie „Dictionary“ oder „The Bowl“ klanglich auch The Velvet Underground nicht fern – Kunststück, firmieren die zwei auf Instagram doch unter @vetvetundergound…
Minimalistisch, intim und direkt – mit „Helmets Off“ können The Hobkobs auf ganzer Linie faszinieren.
„Helmets Off“ von The Hobknobs ist eine Eigenveröffentlichung.




