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  • Steve Earle & The Dukes – Ghosts Of West Virginia

    Die zweifelsohne beste Idee, die Steve Earle in den letzten Jahren hatte, war das Ehepaar The Mastersons, die er ursprünglich als Support-Act für seine Live-Touren gebucht hatte, als feste Mitglieder in das Besetzungskarussell seiner Band The Dukes zu integrieren. Denn auf diese Weise sind alle Anwandlungen des gefürchteten Dukes-Schweinerock-Trademarksounds aus jener Phase Mitte der Naughties…

  • Thao & The Get Down Stay Down – Temple

    Es ist fast schon unheimlich – aber das Album „Temple“ ist bereits das fünfte Album der Band aus San Francisco um die Songwriterin Thao Nguyen. Unheimlich deswegen, weil sich Thao und ihre Musiker sich mit ihrem nervösen New Wave Indie-Pop ein sehr spezifisches, stilistisch ziemlich eng abgestecktes, aber im Detail unglaublich reichhaltig variiertes Nischen-Genre als…

  • Chronatic Quartet – Patchworks

    Es braucht ungefähr 30 Sekunden, um das Prinzip zu verstehen, nach dem das Quartett aus dem Saarland (das früher Fortissimo hieß und sich nun den Namen Chronatic Quartet gegeben hat) auf diesem Album sein Material zusammensetzt. Es geht um ein zeitgemäßes Update des Klassik-Pop, bei dem Instrumentalversionen beliebiger internationaler Pop-Songs mit homöopathischen Dosen allzu offensichtlicher…

  • Jess Williamson – Größer als wir selbst

    Sagen wir mal so: Die in L.A. lebende und arbeitende US-Songwriterin Jess Williamson hat Glück gehabt, dass sie die Arbeiten zu ihrem neuen, vierten Album „Sorceress“ noch vollständig abschließen konnte, bevor auch sie vom Coronavirus in einen Lockdown gezwungen wurde. Denn die Aufnahmen der zwar an der Westküste geschriebenen, neuen Songs fanden in Brooklyn statt…

  • Maita – Best Wishes

    Platte der Woche KW 20/2020 Dass das nach seiner Frontfrau Maria Maita-Keppeler benannte Indie-Pop-Quartett aus Portland, Oregon kommt, hört man nun wirklich jedem Ton dieser bemerkenswerten Debütscheibe an. Denn mal abgesehen davon, dass Maria einfühlsame, genau beobachtete, detailreiche, persönliche Stücke schreibt, mit denen sie mit einer solchen emotionalen Intensität zum Kern ihrer Themen vordringt, dass…

  • Dead Venus – Bird Of Paradise

    Es hat ja fast schon etwas Rührendes, wie sich die schweizer Artrock-Combo Dead Venus auf diesem Debütalbum bemüht, zwischen Prog-Strukturen, Doom-Riffs, Medieval-Rock und Kook-Pop-Elementen einen letztlich eigenständigen Weg zu finden. Nun – Zeit zu üben und an den oft episch angelegten, komplexen Song-Fugen zu basteln blieb genug, denn das Projekt ist die neue Plattform, die…

  • Nahko & Medicine For The People – Take Your Power Back

    Nahko und seine Band Medicine For The People gehören mit ihrem organischen Ethno-Pop zu den erfolgreichsten Vertretern ihrer Zunft und begeistern insbesondere durch mitreißende Live-Shows weltweit die Fans. Neben der zentralen Inklusionstheorie, mit der Nahko alle Facetten seiner multikulturellen Herkunft in musikalischer Hinsicht auslebt, gehören vor eigentlich allen Dingen seine politisch gefärbten Botschaften zum Stützpfeiler…

  • Public Practice – Gentle Grip

    Die öffentliche Probe des New Yorker New Wave Pop-Projektes Public Practice findet weniger an einem bestimmten Ort als vielmehr zu einer bestimmten Zeit statt. Denn ganz so, als habe es nach den 80er und 90er Jahren keine musikalische Weiterentwicklung gegeben, agieren Public Practice mit ihrem Mix aus kühler Disco-Distanz, Fake Funk, Rave- und Kraut-Unerbittlichkeit, New…

  • The Dears – Lovers Rock

    Es fällt auch auf dem achten Album immer noch nicht so ganz einfach, das, was das kanadische Kleinorchester The Dears macht, in kategorische Schubladen zu packen. Nur so viel: Um eine Reggae-Scheibe handelt es sich trotz des assoziativen Titels nicht. Stattdessen beschäftigen sich Murray Lightburn, seine Frau Natalia Yanchak und ihre mittlerweile nur noch drei…

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