Um griffige Titel ist das Musikantenkollektiv aus Athens, Georgia nicht eben verlegen. Beschrieb der Titel der letztjährigen CD „Lost In…
Um griffige Titel ist das Musikantenkollektiv aus Athens, Georgia nicht eben verlegen. Beschrieb der Titel der letztjährigen CD „Lost In Revelry“ noch ungefähr den musikalischen und psychischen Gemütszustand der damaligen Zeit, so besagt der Titel dieser Kompilation der ersten Aufnahmen ungefähr das, was 1996 so passierte: Die Band hatte sich zusammengefunden, um die Musik, mit…
Dobro-, Tattoo- und Langhaar-Fetischist Sardinas war hierzulande spätestens im Vorprogramm seines heutigen Label-Bosses Steve Vai durch abartig-virtuoses Slidespiel im Bereich zwischen traditionellem und behutsam modernisierten Blues gerichtsnotorisch geworden. Sein nunmehr dritter Output, wie gesagt in Vais Favored Nations-Musikverlag erscheinend, verfeinert die bisherige Rezeptur fast unmerklich: „Flames Of Love“ ist eine Hendrix-Verbeugung, nicht unähnlich derer von…
„New Generation“ erschreckt zunächst mit einer Art Kreisch-Core, wie er derzeit die meisten Radio- und TV-Wellen verkleistert (soweit letztere überhaupt noch Musik transportieren, seufz). Und DAS ist die Band, die seit den ausgehenden Achtzigern „18 And Life“, „In A Darkened Room“ oder „Slave To The Grunge“, öhm: richtig muss es „Grind“ heißen, hervorgebracht hat? Jein,…
Diese Stimme kennt man doch… Und zwar von Messiah’s Kiss, wo Mike Tirelli bereits zur Genüge vorgeführt hatte, dass er es liebt, sich von Judas Priest oder Dio gleich zu sowohl seinen Kompositionen wie seinem Gesangsstil inspirieren zu lassen. Als Vorgruppe der Maggie Thatcher des True Metal, Doro, konnten Mike & Co. auch schon ausführlich…
Beschwörender, an einen in den Schamanismus abgedrifteten Leonard Cohen erinnernder Murmelgesang zieht uns bei dem Gottseibeiuns-Titelstück in den Bann dieser besonderen Platte. „Neofolk“ stellt die Melange aus akustischer Gitarre, Querflöte („Naer Skog Naer Fjöllum“), triphop-artig repetitiven Keyboards („Time, Time, Time“: beim allerersten Hören langweilig erscheinend, dann hypnotisch) sowie weiteren Einsprengseln laut hilfreicher Label-Info. Das mag…
Wenn eine Company wie bluNoise eine Compilation auf den Markt wirft, kann eigentlich nicht viel schief gehen. Zu viele interessante Bands tummeln sich auf dem Label, zu oft haben die Macher ihren guten Musikgeschmack bewiesen. Und mit der bereits zehnten Ausgabe des „Finest Noise Mailorder Samplers“ bestätigen sie ihren Ruf als eines der wohl besten…
Thrash as Thrash can: Wenn es gelingt, daran vorbeizudenken, dass dies bereits das dritte Live-Album der Gelsenkirchener Thrash-Institution ist, verbreitet „One Night In Bangkok“ ausschließlich Freude, Kopf- und Fußzucken. Dass in ihrem Metier dem Powertrio um Tom Angelripper kaum einer was vormacht, haben sie schon so lange vorgeführt, wie es Trash in Deutschland und Geschredder…
Wacken Open Air 2003, Sonntag, 03.09., halb ein Uhr morgens: Slayer – „Headliner“ des Festivals – haben grad ihren eher ärmlichen Gig passend beendet, indem sie wortlos von der Bühne gestolpert sind. Sprechchöre wie „Flaschen“ und noch weit weniger Zitierfähiges werden laut… W:O:A, Donnerstag, 31.07., kurz vor zehn Uhr abends: Nach einem ordentlichen Auftritt von…
Gorgoroth spuken schon seit ’92 in der norwegischen Black Metal-Szene herum. Während einige ihrer Weggefährten die ursprüngliche Simpelstilistik entweder in nahezu pure Schönheit überführten wie Emperor oder sich zumindest stets epischer orchestrierten Großtaten zuwandten (vgl. deren im September herauskommendes „Death Cult“-Album!) oder schließlich wie Ulver (seit ca. „Perdition City“) die Teufelsanbetung zu einer Art Dark…